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Neue Finanzbildungsstrategie für Österreich

Wien (OTS/BMDW) – Das erste Taschengeld, der erste Job oder die Entscheidung für eine Ausbildung, die Finanzierung einer Wohnung oder der Pension – der bewusste Umgang mit Geld betrifft alle Lebensphasen. Wer sich nicht im Finanzbereich auskennt, ist im wirtschaftlichen und sozialen Leben eingeschränkt. Wissen und finanzielle Kompetenzen sind das beste Rüstzeug, um unabhängig und mündig mit dem eigenen Geld umzugehen“, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Der nationale Aktionsplan soll die Finanzkompetenz der Menschen in Österreich stärken und allgemein mehr Bewusstsein für die Themen Finanzen, Kapitalmarkt, Vermögensaufbau und nachhaltige Finanzplanung schaffen. Die OeNB, die Finanzbildung als eines ihrer strategischen Schwerpunkte definiert hat, war bei der Entwicklung der Strategie mit an Bord und wird auch bei der Umsetzung des Aktionsplans – gemeinsam mit dem Bildungs- und dem Sozialministerium – unterstützen. Die Finanzbildungsstrategie fokussiert sich auf vier übergeordnete Ziele: (1) die frühzeitige Entwicklung von soliden Prozessen in der finanziellen Entscheidungsfindung und die Vermeidung von Überschuldung, (2) die Förderung einer verantwortungsvollen Finanzplanung für ein langfristiges finanzielles Wohlergehen, (3) die Bewusstseinsbildung und Gewährleistung des Zugangs zu hochwertiger Finanzbildung für alle und (4) die Steigerung der Wirksamkeit von Initiativen zur Förderung der Finanzkompetenz durch Dialog, Koordination und Evaluierung.

Bewusste Geldveranlagung zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes

Von einem informierten Umgang mit dem Thema Veranlagung etwa würden Anleger ebenso profitieren wie der heimische Wirtschaftsstandort. Eine bewusste Geldveranlagung steigert einerseits die Chance auf höhere Renditen. Andererseits profitieren börsennotierte Leitbetriebe von Investoren, die in der Regel die Unternehmen besser kennen. Das stärkt den Wirtschaftsstandort und sichert Arbeitsplätze. Gewisse Bevölkerungsgruppen sollen besonders erreicht und priorisiert werden. Dazu zählen Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene, Frauen, berufstätige Erwachsene und Privatanlegerinnen und -anleger sowie Kleinunternehmerinnen bzw. -unternehmer. Neben diesen Zielgruppen generiert die Strategie aber auch viele Maßnahmen, die auf die gesamte Bevölkerung abzielen.

Wirtschaftswissen als Einstieg in die Selbstständigkeit

Darüber hinaus orientiert sich die Strategie an einem so genannten Lebensphasenansatz. Im Zuge der Strategieentwicklung wurden acht Lebensphasen ausgemacht: Schule, Weiterbildung, erster Beruf, Arbeitsleben, erste große Anschaffung, Vorsorgen für die Zukunft, Familienleben und Ruhestand. „Wirtschaftliches Basiswissen ist ein wichtiger Beitrag, um mehr Menschen für das Abenteuer Unternehmertum zu gewinnen. Eine starke Finanzkompetenz ist die beste Voraussetzung für die ökonomische Unabhängigkeit und den beruflichen Erfolg von Frauen und Mädchen. Und für viele der erste Schritt in die berufliche Selbstständigkeit“, so Schramböck.

Gremium zur Abwicklung der Strategie

Zur Abwicklung, Koordinierung und Kooperation der nationalen Finanzbildungsstrategie wird ein Koordinierungs- und Kooperationsgremium Finanzbildung gegründet. An der Spitze des Gremiums steht der Finanzbildungsrat, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Finanzministeriums, des Bildungsministeriums, des Sozialministeriums, der OeNB sowie einem Vertreter bzw. einer Vertreterin aus dem privaten Sektor. Startup Beauftragte Lisa Fassl begrüßt ebenso die nationale Finanzbildungsstrategie: „Finanzbildung ist einmal mehr das Gebot der Stunde. Gerade junge Menschen haben oftmals Berührungsängste mit Finanzthemen. Bildung kann diese Ängste nehmen. Wir müssen insbesondere Frauen dazu ermutigen, sich um ihre Finanzen zu kümmern. Denn finanzielle Eigenverantwortung ist die Basis für ein selbstbestimmtes Leben.“

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