Schließen Sie kurz die Augen und…. nein, keine Sorge, das wird hier jetzt sicher keine Achtsamkeitsübung. Stellen Sie sich einen Macher vor. Und? Na? Wer steht denn da?

Vielleicht ein Unternehmer, ein Politiker oder ein Manager. Vielleicht ganz „gschaftig“ mit Anzug, Krawatte und Aktentasche am Weg ins Office, oder steht er gerade auf einer Bühne, sitzt im Boardroom oder erklärt einer Runde Menschen, wie Zukunft funktioniert? Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dieser Macher jedenfalls: Ja, richtig geraten! Ein Mann.

Dahinter steckt meist keine böse Absicht. Denn wohl kaum jemand sitzt in der Früh am Schreibtisch und beschließt, Frauen heute sprachlich lieber nicht vorkommen zu lassen. Es passiert viel beiläufiger. Sprache erzeugt Bilder, lange bevor unser Verstand die bekannte Fußnote nachliefert: „Frauen sind natürlich mitgemeint.“

Nur: Mitgemeint zu sein ist nicht dasselbe wie vorzukommen.

Und genau darin liegt das Problem: Denn Frauen führen Unternehmen, gründen Start-ups, treffen politische Entscheidungen, entwickeln Technologien und gestalten Wirtschaft. Sie sind längst Macherinnen. In unserer Sprache und damit häufig auch in unseren Köpfen erscheinen sie trotzdem noch immer wie eine nachträgliche Ergänzung.

Wie groß die Lücke weiterhin ist, zeigt der aktuelle Global Gender Gap Report 2026: Bleibt es beim bisherigen Tempo, dauert es weltweit noch rund 120 Jahre bis zur vollständigen Geschlechtergleichheit. 120 Jahre!? Das ist keine ambitionierte Roadmap mehr, sondern wird zum generationenübergreifenden Geduldsspiel.

„Wir brauchen Macher*innen“ ist deshalb kein hübscher Kampagnenslogan (- wobei: sehr fesch und mit großem Impact-Potenzial ausgestattet ist unsere Kampagne schon). Es ist eigentlich eher eine ziemlich nüchterne Bestandsaufnahme.Natürlich löst ein Sternchen diese Schieflage nicht, schließt keinen Gender Pay Gap, besetzt keinen Aufsichtsrat diverser und öffnet auch nicht auf wundersame Weise die richtigen Netzwerke. Ein Sonderzeichen kann erstaunlich viel Empörung auslösen, aber strukturelle Ungleichheit beseitigt es nicht. Dafür braucht es faire Bezahlung, transparente Karrierewege, gleiche Chancen und konkrete Maßnahmen.

Aber die Sprache ist ebenfalls eine dieser Maßnahmen. Nicht die einzige, nicht die größte, aber auf jeden Fall eine, die wir jeden Tag selbst beeinflussen können. Denn wer – öffentlich – kommuniziert, entscheidet mit jedem Text, wer als selbstverständlicher Teil von Wirtschaft und Gesellschaft erscheint und wer eben nicht. Sprache beschreibt ja nicht nur, was bereits da ist, sondern sie prägt auch, was wir uns vorstellen können.

Trotzdem scheitert inklusive Sprache im Alltag erstaunlich oft an etwas sehr Profanem: der Tastatur. Wer gendergerecht schreiben wollte, musste bisher Sternchen suchen, Schreibweisen korrigieren, Wörter umbauen und gelegentlich feststellen, dass aus einem kurzen Satz inzwischen eine kleine redaktionelle Baustelle geworden war. Inklusive Sprache fühlte sich damit manchmal weniger wie eine bewusste Entscheidung und mehr wie ein Slalom auf der Tastatur an.

Wir können strukturelle Ungleichheit nicht wegklicken, aber wir können zumindest diese ganz konkrete Hürde beseitigen. Deshalb haben wir dem Gendern eine Taste gegeben.

Ja, wirklich: eine Taste.

Am 22. September 2026 startet der sheconomy Gender Key. Das kostenlose Plugin bringt inklusive Sprache direkt auf die Tastatur: Aus „Macher“ wird mit einem Tastendruck „Macher*in“, aus „Unternehmer“ werden „Unternehmer*innen“.

Was wir damit nicht wollen: Menschen eine bestimmte Schreibweise vorschreiben oder sie darüber belehren, wie sie zu formulieren haben. Also wirklich kein erhobener Zeigefinger, und der wäre beim Tippen ohnehin eher hinderlich.

Der Gender Key ist ein Werkzeug für alle, die sich bewusst für inklusive Sprache entscheiden. Wer ihn verwenden möchte, kann das ab jetzt ganz unkompliziert tun. Wer ihn nicht nutzen möchte, muss es nicht, aber die Ausrede „zu mühsam“ hat sich damit definitiv erledigt.

Ab 22. September 2026 teilen ausgewählte Stimmen aus Wirtschaft, Medien und Social Media ihre Perspektive auf den Gender Key auf LinkedIn und Instagram. Doch die Kampagne soll kein exklusiver Kreis bleiben, denn wie immer gilt: Wirklich groß wird es erst, wenn möglichst viele Menschen mitmachen.

Und jetzt sind Sie am Zug

Deshalb: Laden Sie den Gender Key kostenlos herunter. Teilen Sie die Kampagnenmotive auf LinkedIn oder Instagram, im Unternehmenskanal, im Intranet oder im Team-Chat. Markieren Sie sheconomy und erzählen Sie, warum inklusive Sprache für Sie wichtig ist – oder diskutieren Sie darüber.

Wir brauchen Macher*innen. Und ab jetzt haben wir die passende Taste dafür. Drücken Sie also einfach drauf!

Gender Key kostenlos herunterladen :
https://sheconomy.media/gender-key/ed647bbab-download/

und Kampagnenmotive teilen:
https://sheconomy.media/gender-key/

HFA
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