Lernen und sparen

Paula Hofer
Privatkundenberaterin bei der Hypo Vorarlberg
in Höchst

„Welche Kontoform für ein Kind sinnvoll ist, hängt vom Zweck ab. Für den Einstieg in den Umgang mit Geld eignet sich ein Jugendgirokonto. Es wird für Taschengeld, erste eigene Einnahmen und einfache Zahlungen genutzt. Bei der Hypo Vorarlberg ist dieses Konto für alle bis 26 Jahre kostenlos. Die Eröffnung erfolgt mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter*innen, Funktionen und Beträge können altersgerecht begrenzt werden. So lernen Kinder schrittweise finanzielle Eigenverantwortung, begleitet durch ihre Eltern.

Für das Sparen ist ein Sparkonto sinnvoll. Es trennt Erspartes klar vom Alltagsgeld, ist sicher und flexibel verfügbar. Wichtig: Kinder unter 14 Jahren können über kleinere Beträge – als Richtwert etwa 100 Euro – selbstständig verfügen. Jugendliche ab 14 Jahren dürfen grundsätzlich frei über ihr Guthaben verfügen. Die Kontoeröffnung erfolgt in jedem Fall gemeinsam mit den Eltern. Fazit: Girokonto zum Lernen, Sparkonto zum Sparen und entscheidend ist eine altersgerechte Begleitung durch die Eltern.“


Gabriela Tinti
Leiterin Aktienfonds Erste Asset Management

Kleine Rate, große Wirkung

„Ein Depot für ein Kind zu eröffnen ist heute einfacher denn je – und je früher, desto besser. Über Produkte wie das Generationendepot der Erste Bank und Sparkasse können Eltern strukturiert Vermögen für ihre Kinder aufbauen und zugleich langfristige Kapitalmarktchancen nutzen. Besonders sinnvoll ist ein regelmäßiger Sparauftrag in einen Fonds: Schon kleine Beträge profitieren vom Cost-Averaging-Effekt und sorgen für einen stetigen Vermögensaufbau.

Ein geeigneter Baustein ist etwa der CORE Equities Fonds – kein ETF, aber mit fairer Kostenstruktur und einer soliden, breit gestreuten Aktienstrategie. Steuerlich profitieren Eltern vom KESt-freien Aufschub über Thesaurierung: Gewinne werden erst bei Verkauf besteuert. Wichtig ist, frühzeitig festzulegen, ab wann das Kind auf das Depot zugreifen darf, meist ab der Volljährigkeit. So wird aus finanzieller Vorsorge eine echte Starthilfe ins Erwachsenenleben.“


Smart abgesichert

Anthony Nagy
Produktmanager Lebensversicherung
bei der UNIQA Insurance Group AG

„Versicherungen bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, um finanzielle Vorsorge zu treffen und persönliche Risiken abzusichern. Die klassische Lebensversicherung ist ein kapitalbildendes Vorsorgeprodukt mit konservativer Veranlagung und bietet hohe Stabilität und Kapitalschutz, garantierte Leistungen je nach Tarif und planbare Zusatzpensionen. Attraktiv an der fondsgebundenen Lebensversicherung ist das langfristige Wachstum. Sie kombiniert nämlich den Versicherungsschutz mit den Renditechancen der Kapitalmärkte. Langfristig profitieren Kinder hier vom Wachstum der globalen Kapitalmärkte und können kurzfristige Kursschwankungen gut ‚aussitzen‘.

Ein weiterer Baustein kann eine Unfallversicherung sein, da Kinder beim Spielen etc. ein höheres Unfallrisiko haben. Eine Unfallversicherung bietet hier weltweit gültigen Schutz, egal wo und wann etwas passiert. Zudem sichert sie gegen dauerhafte Folgen (Invalidität) ab, gerade wenn Verletzungen im Kindesalter bleibende Schäden verursachen. Obendrauf kann sie zum Beispiel bei Verdienstausfällen der Eltern greifen, damit die Familie handlungsfähig bleibt und entlastet wird.“

DEATH TO STOCK/MACKENZIE FREEMIRE, ERSTE ASSET MANAGEMENT, UNIQA, HYPO VORARLBERG
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