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eva muellers sunday artletter – Emma Kunz „Zeit für Abstraktion“

„Die Zeit wird kommen, in der man meine Bilder versteht”, hat Emma Kunz einmal gesagt. Und heute scheint es so weit zu sein. Bedeutende Museen weltweit entdecken und zeigen Künstlerinnen wie sie in beeindruckenden Ausstellungen.

In ihrer grossartigen Gegenüberstellung “Weltempfänger” präsentierte das Lenbachhaus München auch Hilma af Klint, die nun international als die Avantgarde-Künstlerin der Abstraktion gefeiert wird – vor den bisher genannten Kollegen wie Wassily Kandinsky. Oder Georgiana Houghton, deren Gemälde ebenfalls auf eine tiefe spirtuelle Ebene verwiesen.

Diese Bezüge wurden bei Künstlern übergangen – und schadeten Künstlerinnen in hohem Masse. Sie galten als Grund, deren Arbeit weniger ernst zu nehmen oder wert zu schätzen. Dabei gründet alle Kunst in der KULT-ur. Also den jeweiligen Riten, Visionen, Wünschen und gesellschaftlich-religiösen Vorstellungen. Denken wir an die Steinzeithöhlenmalerei oder die ersten Auftraggeber für künstlerische Gestaltungen in Kirchen, Moscheen, Synagogen.

Künstler*innen erzählen uns etwas über unser Leben, unser Menschsein mit Intellekt, Gefühl und Spirit, unseren Kosmos, die Einheit von Mensch und Natur. Die Schweizerin Emma Kunz war nicht nur eine herausragende Künstlerin, sie nutzte ihre Kunst – ähnlich wie wir das von indischen Mandalas kennen – zur inneren Erkenntnis. Ihre Forschungen über die Ursachen von Krankheit und Heilung, Naturkunde und Kunst waren für sie unmittelbar miteinander verbunden.

Emma Kunz arbeitete auf Millimeterpapier und beantwortete als Heilpraktikerin Fragen mit ihrem Pendel, das den Weg für die Linien, Zeichen, Symbole vorgab, die zu einer Antwort und damit Orientierung für die jeweiligen seelisch-körperlichen Symptome ihrer Auftraggeber*innen führte. Wie feinste Nervenbahnen oder Hirnsynapsen, die wieder verbunden und geheilt werden, spinnen sich die Linien zu einem – auch ästhetisch höchst ansprechenden – Kunstwerk.

1892 wurde Emma Kunz im Schweizer Kanton Aargau geboren. 1986 gründete Anton C. Meier die Emma Kunz Stiftung, um ihre Erkenntnisse und Bildwerke der Nachwelt zu erhalten. Nach grossen weltweiten Präsentationen widmet ihr das Aargauer Kunsthaus jetzt eine umfangreiche Ausstellung im interessanten Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen.

Emma Kunz vereinte erfolgreich kulturelles, geistiges und heilendes Schaffen.

In diesem Sinne
mit herzlichem Gruss Ihre Eva Mueller

Die Ausstellung „Kosmos Emma Kunz – Eine Visionärin im Dialog mit zeitgenössischer Kunst ist im Aargauer Kunsthaus bis 25. Mai 2021 zu besichtigen.Einen Online-Rundgang finden Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=vwzrsMek6AM

eva mueller  K U N S T B E R A T U N G

www.kunstberatung.de

 

 

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Fotomaterial© Magdalena Joos

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