Start Shedaily Dienstag // DIE KOLUMNE Enjoy it. "aufgeschnappt" von Nadia Weiss

Enjoy it. “aufgeschnappt” von Nadia Weiss

Fühlen Sie sich manchmal unverstanden, weil man Sie für zu ehrgeizig hält? Spukt irgendwo das Bild der verbissenen Karrierefrau in Ihrem Kopf herum, die für ihre Zielstrebigkeit mehr Unverständnis als echte Wertschätzung erntet? Sie bilden sich das nicht nur ein, sondern es wurde Ihnen oft genug an den Kopf geworfen? Wahrscheinlich nicht nur von männlichen oder weiblichen Vorgesetzten, Mitbewerbern oder weltfremden Menschen, die gesellschaftspolitisch mindestens ein Jahrhundert versäumt haben. Sondern durchaus auch von nahestehenden, Ihnen wohlgesinnten Personen, die den Eindruck haben, Sie würden sich mit Ihrem Perfektionismus in den Burn Out oder in das zwischenmenschliche Abseits oder in Beides gleichzeitig manövrieren.

Männer würde man aufgrund des Zugs zum Tor auf die Schulter klopfen. Frauen ernten für ihr Durchsetzungsvermögen immer wieder insgeheim mitleidige, wenn nicht gar verachtende Blicke.

Diese Sorte von Blick kennen auch Frauen, die keine Karriere haben wollen. Frauen, die lieber für ihre Familie da sein wollen. Und natürlich Frauen, die einfach alles wollen: erfülltes Privatleben, top Karriere und bitte auch noch Anerkennung. Und dabei möchten doch die allermeisten von ihnen nur den Erwartungen entsprechen.

Warum setzen wir uns eigentlich so sehr unter Druck? „Wenn Du als Frau das Gleiche wie ein Mann erreichen willst, musst du doppelt so gut sein!“ Wir alle haben diesen Spruch zig Mal im Netz oder auf einem Kalenderblatt gelesen.

Denken Sie daran: Ihren Erfolg brauchen Sie sich nicht schlecht reden lassen. Er gehört Ihnen. Er macht Sie frei, unabhängig, selbstbestimmt. Er sollte Ihnen aber auch Spaß machen. Sie müssen nicht doppelt so gut sein oder halb so verbissen. Sie sollten einfach Ihren Job so gut wie möglich machen und sich dieses tolle Gefühl, wenn es klappt, von Niemanden nehmen lassen. Und wenn es mal nicht so gut läuft, dann braucht es auch nicht ein Übermaß an Selbstkritik.

„Wenn du führen willst, dann brauchst du niemanden dafür um Erlaubnis zu fragen,“ sagt Kamala Harris, die als erste Vize-Präsidentin der USA so weit in das politische Zentrum der Supermacht vorgedrungen ist, wie keine andere Frau vor ihr. Und wenn nicht? Dann nicht.

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