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Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann

Wir sollten viel öfter für unerwartete Unterbrechungen sorgen und Pausen einlegen, denn sie können frische Gedanken und neue Lösungen bringen.  

 

„Energiemanagement ersetzt Zeitmanagement“ – das ist seit Jahren mein Leitsatz und mein Rat an alle, die in diesem New Work und in der damit verbundenen Selbstorganisation manchmal den Überblick verlieren.

Gut gebrüllt Löwin.

Im Moment sollte ich mir den Satz viel öfter selbst zu Herzen nehmen. Liegt es an der neuen hybriden Welt, in der vermeintlichen Post-Corona Ära? Viele verlockende Events und Aufträge, während die regulären Zoom-Meetings weiterlaufen, und Zeit für Fokus-Tätigkeiten und Personal Branding braucht es ja auch noch. Vor allem aber verlangt die Care-Arbeit in meiner Rolle als Tochter neben der alltäglichen Mental Load derzeit viel Raum und Flexibilität.

Und wie so oft im Leben kommt dann das Richtige im richtigen Moment. Am Wochenende haben wir Freunde besucht und ein Hotelzimmer in einem umgebauten Wasserturm gebucht. Nach einer hektischen Woche und einer langen Autofahrt stand ich plötzlich vollkommen verloren zwischen den mächtigen Säulen in der Halle und hatte in dem rund angelegten Gebäude komplett die Orientierung verloren. Gab es in den Tagen zuvor nur die Richtung „voran“ und „weiter“, musste ich plötzlich ungewollt innehalten. Völlig unerwartet musste ich meinen Fokus neu ausrichten, um im Gebäude mit der ungewohnten Form mein Ziel zu finden. Der Autopilot, der das Steuer so lange übernommen hatte, zeigte schlicht „Error“.

Bremsen. Pause. Reflektieren. Und an das Zitat des französischen Malers und Schriftstellers Francis Picabia erinnern: „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.“ So entsteht nicht nur Raum für Erholung, sondern ebenso für neue Argumente und Lösungen auf den verschiedensten Ebenen.

 

Fotomaterial© Curio Hilton
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