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Die junge Wirtschaft fordet: “Wir brauchen eine digitale Stadt”

Als Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Wien fordert Barbara Havel einen einfachen, digitalen Prozess zur Unternehmensgründung. Ein Gespräch über die ”digitale Stadt” und den Weg zur Unternehmerin.

2019 wurden Sie zur Vorsitzenden der Jungen Wirtschaft Wien gewählt. Worauf liegt das Hauptaugenmerk ihres Netzwerks?

Bei der Jungen Wirtschaft bin ich seit 2012. Unser Ziel war damals schon junge UnternehmerInnen miteinander zu vernetzen und ihre Anliegen nach Außen hin zu vertreten. Bei uns handelt es sich dabei um UnternehmerInnen bis zum Alter von 40 Jahren. In Wien haben wir über 3000 Mitglieder die im Austausch miteinander stehen. Dazu veranstalten wir auch Events und Podiumsdiskussionen. Momentan geschieht vieles digital, da wird dann einfach vor dem Laptop genetzwerkt.

Die Junge Wirtschaft fordert aktuell die digitale Stadt. Können Sie kurz darauf eingehen?

Es muss einen einfachen, digitalen Weg geben um Unternehmen führen und gründen zu können. Aus unserer Sicht sollte ein Device genügen um UnternehmerIn werden zu können. Derzeit gibt es zu viele Stellen die durchlaufen werden müssen um zum Ziel zu kommen. Hier benötigt es eine Plattform die als unbürokratische Schnittstelle fungiert. Ich beispielsweise kenne UnternehmensgründerInnen die im derzeitigen Onlinesystem festhängen und seit Monaten nicht dazu kommen endlich ihr Unternehmen zu starten. Es braucht eine bessere Usability und weniger Hürdenlauf.

Zusätzlich zur Tätigkeit als Vorsitzende der Jungen Wirtschaft Wien, führen Sie mit Havel Healthcare ein eigenes Unternehmen für medizinische IT und Pflegebedarf. Wie kams dazu?

Das Unternehmen habe ich 2013 gegründet. Direkt nach meinem Studium begann ich mich mit Produkten von bestehenden Herstellern zu beschäftigen und nahm recht zügig Kontakt zu Krankenhäusern auf. Durch das daraus resultierende Feedback kam es auch zum ersten Produkt, eine hygienische Tastatur die sich leicht reinigen und desinfizieren lässt. Innerhalb eines halben Jahres fand sich das Produkt in 70 Prozent der österreichischen Krankenhäuser wieder. Auf Anfrage der Anstalten folgten weitere Produkte, die dem Portfolio zugefügt wurden.

Woher kam die Entschlossenheit ein solches Unterfangen zu meistern?

Da gehörte der Mut dazu sich nicht abbringen zu lassen. Ich bekam oft ein Nein, habe aber immer weitergemacht. Ein Vorteil war auch, dass ich direkt nach dem Studium mit der Unternehmensgründung begonnen habe. Dadurch war ich es gewohnt von einem Studentenbudget zu leben, was vor allem in der Anfangszeit hilfreich war.

Welchen Tipp würden Sie angehenden GründerInnen mitgeben?

Das Wichtigste ist es zu probieren und mit potentiellen KundInnen zu sprechen. Auf diese Weise kommt enorm viel Feedback, was zu einem Pivoting Prozess führt. Das bedeutet die Geschäftsidee wird auf die Bedürfnisse des Marktes angepasst. Was dem Unternehmen sehr weiterhelfen kann.

 

Das nächste After Work Networking der Jungen Wirtschaft findet am 06.04. statt. Mehr Infos hier:
https://www.jungewirtschaft.at/jw/oesterreich/Veranstaltungsdetailseite.html?vaid=55d2fbc7-af11-43f7-8236-e158ceb27114

Mehr über die digitale Stadt erfahren Sie hier:
https://www.jungewirtschaft.at/jw/Wien/Forderungen-Junge-Wirtschaft1.html

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Fotomaterial© Adrian Almasan

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