„Standort Deutschland“: Wie das Netzwerk „Frauen verbinden“ Lust auf Zukunft machen will
Es ist das offizielle Zukunftsbuch der Messe München und ein Statement des Netzwerks Frauen verbinden für unternehmerisches Selbstvertrauen statt Krisen-Modus: „Standort Deutschland“ mit Portraits, die von Klaus Rathje und Dagmar Zimmermann verfasst wurden, versammelt 20 Beispiele und Perspektiven aus Wirtschaft, Technologie, Bau, Mobilität und Nachhaltigkeit aus Unternehmen und Organisationen, die den Wandel nicht nur begleiten, sondern aktiv prägen. Das Buch zeigt, wie mutige Persönlichkeiten Schlüsselindustrien verändern und wie Deutschland zukunftsfähig bleiben kann.
Gegründet wurde Frauen verbinden 2015 als Plattform für Austausch, Sichtbarkeit und Vernetzung. Heute treiben Dr. Susanne Hennigers und Jennifer Hader mit ihrem Team das umfangreiche Programm voran. Dabei bringen sie Frauen aus unterschiedlichen Branchen und Führungsrollen zusammen. Mit einem feierlichen Gala-Abend zum Jubiläum wurde nun in der Messe München gefeiert und das Buch im glamourösen Rahmen vorgestellt. Dabei war deutlich spürbar, was „Standort Deutschland“ nun zwischen zwei Buchdeckeln bündelt: die Kraft gemeinsamer Zukunftsbilder, die Vielfalt technischer und wirtschaftlicher Expertise hierzulande und die Notwendigkeit, Wandel nicht nur zu diskutieren, sondern mitzugestalten.

Entsprechend brachten Expertinnen und Experten in ihren Impulsen ihre Expertise ein und gaben einen Vorgeschmack auf künftige Entwicklungen. So beschrieb etwa Bau-Unternehmerin Melanie Hammer wie Innovation, Ressourcenschonung und nachhaltige Entwicklung zusammengedacht werden können (sheconomy berichtete). Prof. Dagmar Schuller, KI-Expertin, CEO und Co-Gründerin von audEERING, lenkte den Blick auf neue Technologien und auf die Frage, wie künstliche Intelligenz konkret in Anwendung kommen kann. Lust auf Zukunft machte außerdem Tanja Schindler, die in Interaktion mit dem Publikum den Blick auf verschiedene Zukünfte und die dafür nötige Vorstellungskraft richtete. Ihr Appell: Zukunft darf nicht als lineare Entwicklung verstanden werden, sondern als Möglichkeitsraum. „Wir haben kein Zukunftsproblem. Wir haben ein Zukunftsverständnisproblem.“ Wer gestalten wolle, müsse lernen, mit Unsicherheit zu leben, Alternativen zu denken und sich nicht von Krisennarrativen lähmen zu lassen.

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