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„Zusatzausbildungen machen immer Sinn!“

SHEvoice by Universität Wien – Postgraduate Center

Univ.-Prof. MMag. Dr. Sabine Kirchmayr-Schliesselberger, Institutsvorständin für Finanzrecht und wissenschaftliche Leiterin des Universitätslehrganges „Steuerrecht und Rechnungs-wesen“ der Universität Wien, über neue Lernwelten, Zukunftsjobs und die immerwährende Wichtigkeit von Weiterbildung.

Frau Univ.-Prof. MMag. Dr. Sabine Kirchmayr-Schliesselberger, eine Frau mit so vielen Titeln wie Sie – wird man das in Zukunft häufiger sehen?

Es gibt jetzt schon sehr viele qualifizierte Frauen, mit und ohne Doppelstudium. Das wird sich nicht ändern. Ich hoffe aber, dass in Zukunft noch mehr dieser qualifizierten Frauen auch in Führungspositionen zu finden sind.

Sie sind heute Vorständin des Instituts für Finanzrecht der Universität Wien und wissenschaftliche Leiterin des Postgraduate-Univer-sitätslehrganges „Steuerrecht und Rechnungswesen für Juristinnen und Juristen“ der Universität Wien. Wie war Ihr Werdegang?

Ich habe Jus und BWL studiert. Da ich schulisch keine wirtschaftliche Vorbildung hatte, war das BWL-Studium eine sehr gute wirtschaftliche Basis, die für Steuer- und Finanzrechtler*innen wichtig ist. Ich habe nach dem Studium viele Jahre in der Steuerberatungspraxis gearbeitet und bin auch Steuerberaterin. Erst spät bin ich an die Universität „zurück“ gewechselt. Seit 2004 bin ich Professorin für Finanzrecht, seit 2010 an der Universität Wien.

Wie digital ist der Postgraduate-Lehrgang „Steuerrecht und Rechnungswesen“ und inwiefern hat sich das durch die Pandemie verändert?

Die Lehre und die Prüfung fanden in Zeiten der Pandemie natürlich digital statt. Ich hoffe aber sehr, dass wir ab Herbst wieder in Präsenz unterrichten können. Der persönliche Kontakt zwischen den Teilnehmer*innen und auch zu den Lehrenden ist ein spannender Aspekt des Lehrganges, der digital nur sehr eingeschränkt stattfinden kann.

Wie sieht die Nachfrage nach Postgraduate-Lehrgängen aus? Und wie schätzen Sie den weiteren Verlauf ein? Wollen sich immer mehr Akademikerinnen und Akademiker nach abgeschlossener Ausbildung noch zusätzlich weiterbilden?

Zusatzausbildungen bieten als Zusatzqualifikationen oftmals Vorteile im späteren Berufsleben, die den entscheidenden Unterschied ausmachen können. Der Berufseinstieg wird erleichtert. Ein postgradualer Lehrgang macht aber auch im laufenden Berufsleben Sinn, weil man die erworbenen Kenntnisse in der Regel auch sofort beruflich umsetzen kann. Da Fachgebiete immer komplexer und kurzlebiger werden, ist eine laufende Weiterbildung unbedingt notwendig. Postgraduale Lehrgänge sind dabei eine Möglichkeit, die stark nachgefragt wird.

Welche Future Jobs sehen Sie speziell für Frauen?

Die juristische Arbeitswelt wird in Zukunft noch mehr Flexibilität erfordern. Dies gilt für Fachgebiete genauso wie für Jobs an sich. Ich bin überzeugt, dass Frauen sich hier gut positionieren werden.

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