StartBusiness„Veränderung ist schwer, aber tut gut“

„Veränderung ist schwer, aber tut gut“

Für ein nachhaltiges Leben und Arbeiten hängte Janine Steeger ihren Traumjob als RTL-Fernsehmoderatorin an den Nagel. Als „Green Janine“ hat sie sich und ihre Karriere neu erfunden. Die grüne Moderatorin und Initiatorin eines Netzwerks für Frauen in der Nachhaltigkeit stellt auf der herCAREER am 17. September 2021 ihr Buch „Going Green“ vor. Ein Gespräch über Karrierewechsel, Vorbildfunktion und den Mut, nicht perfekt zu sein.

Dieses Interview erschien zuerst am 30. März 2021 auf www.her-career.com

Frau Steeger, Anfang des Jahres ist Ihr Buch „Going Green“ erschienen, in dem sie ihren Weg zu einem nachhaltigen Leben schildern. Warum hat Sie das Thema Nachhaltigkeit so gepackt?

Janine Steeger: 2011 saß ich mit meinem Sohn schwanger auf dem Sofa, als die Fukushima-Katastrophe passierte und die Bilder davon jeden Tag über den Fernsehbildschirm liefen. Ich habe mir die Frage gestellt, in welche Welt ich mein Kind gebäre und wie es sein kann, dass wir den Planeten derart ausbeuten. Das sensibilisierte mich für Klimaschutz und da war ich schnell bei meinem eigenen Verhalten. Anfangs waren es nur kleine Schritte hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Das hat dann aber irgendwann dazu geführt, dass Sie sogar Ihren Traumjob als Moderatorin bei RTL gekündigt haben. War Ihnen Ihr Arbeitgeber nicht grün genug?

Steeger: Zunächst war ich bei RTL in einer kleinen, kaum wahrnehmbaren Umweltgruppe und habe es bei meinen privaten Aktivitäten belassen. 2014 ging ich dann aber innerhalb der Sendergruppe mit dem Thema hausieren und habe mit konkreten Formaten und Sendungskonzepten versucht, bei diversen Chefs und Chefinnen zu landen. Damit bin ich allerdings komplett gescheitert: Ich wurde richtig abgewatscht. Es hieß, das interessiert unsere Zuschauer nicht oder das geht nicht mit der Werbefinanzierung zusammen. Die Gespräche waren teilweise sehr kurz. Damals war ich einfach zu früh, inzwischen ist auch bei RTL ein bisschen etwas in der Richtung passiert. Bei mir reifte aber dadurch die Erkenntnis, dass ich in der Sendergruppe nichts ändern kann und ich eine Entscheidung treffen muss. Ich habe alles in eine Waagschale geworfen und den Schritt gewagt, etwas ganz anderes zu machen, bei dem ich das Thema vorantreiben kann.

Waren Sie als ehemalige RTL-Moderatorin überhaupt eine glaubwürdige Akteurin in Sachen Nachhaltigkeit?

Steeger: Anfangs war mir noch nicht recht klar, wo die berufliche Reise hingehen würde und der Start war hart. Ich wollte als Moderatorin weiterarbeiten, aber für andere Auftraggeber, die sich der Nachhaltigkeit verschreiben. Doch viele grüne Veranstalter haben mich ziemlich schräg angekuckt, nach dem Motto, was will denn die Tante von RTL plötzlich hier. Das war noch vor Fridays for Future.

Als Trittbrettfahrerin konnte man Sie also nicht verbuchen…

Steeger: Ja, sie haben sich gefragt, ob ich das ernst meine und ich hatte noch nicht so viel vorzuweisen. So habe ich beschlossen, einen Fernstudienkurs für Betriebliches Umweltmanagement und Umweltökonomie zu machen. Dadurch hatte ich zusätzliches Hintergrundwissen und mit jeder Moderation, die ich in dem neuen Umfeld machen durfte, haben die Menschen in der grünen Szene mich mehr akzeptiert. Sie haben verstanden, die labert nicht nur, die macht auch und die kennt sich sogar aus. Innerhalb von drei Jahren hatte ich es geschafft, mir etwas Neues aufzubauen.

Sie haben eine eigene Marke als „Green Janine“ etabliert. Das ist einprägsam, polarisiert aber vermutlich auch…

Steeger: Ja, klar. Viele Menschen fühlen sich durch meine pure Anwesenheit in die Ecke gedrängt. Kürzlich war ich beim Kölner Treff und als mich die Moderatorin zum Gespräch abholte, entschuldigte sie sich dafür, dass sie einen Einweg-Pappbecher in der Hand hatte – in Zeiten von Corona ginge das nicht anders. Ich bin für viele ein wandelndes schlechtes Gewissen. Schon allein, wenn ich als Klimaschützerin und Vorangeherin da bin, fühlen sie sich ertappt. Das ist bei öffentlichen Auftritten so, aber auch in meinem Freundeskreis. Da hilft es nichts, dass ich ständig betone, dass ich genauso viel Macken habe wie andere auch.

Inwiefern zeigen Sie, dass Sie nicht perfekt sind?

Steeger: Beispielsweise dokumentiere ich auf meinen Social-Media-Kanälen, was nicht gut läuft in meinem Nachhaltigkeitsalltag – dass ich etwa zu nicht nachhaltigen Alternativen greife, weil die Situation das gerade erfordert. So versuche ich anderen zu vermitteln, macht Euch locker. Menschen sollen sich nicht von mir unter Druck gesetzt fühlen. Andererseits kämpfe ich auch gegen das Klischee eines „richtigen Öko“. Mit meinem Auftreten möchte ich nicht blenden, aber einfach zeigen, dass es viele schöne und sinnvolle Produkte gibt, die nachhaltig und fair produziert wurden – von toller Kleidung bis zum geilen Fahrrad. Wozu braucht man da Markenklamotten oder ein fettes Auto? Das versuche ich in den Köpfen umzudrehen.

Sie bezeichnen sich als grüne Moderatorin. Ist das in der Eventbranche überhaupt möglich – schon allein angesichts von nötigen Reisetätigkeiten?

Steeger: Egal was wir tun, wir können nur schauen, dass wir es so grün wie möglich tun. Ich reise mit der Bahn oder dem ÖPNV an, wenn ein Event in Köln ist auch mit dem Fahrrad. Ich arbeite außerdem papierlos, nur mit meinem Tablet, ohne Moderationskarten. Natürlich kann man in Frage stellen, ob wir manche Events wirklich brauchen. Gerade merken wir, dass vieles digital geht. Aber wir sind uns sicher auch alle einig, dass wir auf Veranstaltungen vor Ort nicht ganz verzichten wollen. Übrigens sind auch Online-Events nicht total nachhaltig, denn die Digitalisierung geht mit großen Serverleistungen und entsprechendem Energieverbrauch einher. Da kann man auch andere Rechenbeispiele zusammenstellen.

Ist das nicht den meisten Menschen einfach viel zu anstrengend, immer auf Nachhaltigkeit achten zu müssen?

Steeger: Es gibt viele Menschen, die eigentlich Nachhaltigkeit wichtig finden, aber die auf den ganzen vermeintlichen Verzicht keine Lust haben. Für solche Leute ist mein Buch als Inspiration gedacht. Ich gebe keine Anleitung, sondern erzähle meine eigene Geschichte mit dem Thema. Ich möchte anderen Mut machen, in Sachen Nachhaltigkeit mit ganz einfachen Dingen zu beginnen und es einfach mal auszuprobieren.

Wie kann man denn zum Beispiel mit einer nachhaltigen Lebensweise anfangen?

Steeger: Naja, wirklich leicht ist es nicht. Es gibt eben keinen Zehn-Punkte-Plan. Für die einen fängt es damit an, den eigenen Beutel zum Einkaufen mitzunehmen, für die anderen ist schon gleich die Abschaffung des eigenen Autos dran. Manche Menschen brauchen ihr Auto ja gar nicht und wenn sie darüber nachdenken, stellen sie fest, dass es eh die meiste Zeit rumsteht. Aber dafür muss man den Mut und die Ehrlichkeit aufbringen, sich mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen. Wenn man sich den persönlichen Alltag als Haus mit vielen Eingängen vorstellt, dann geht es darum, den Eingang mit der niedrigsten Schwelle zu suchen. Lieber tiefstapeln und klein anfangen – sonst ist man ganz schnell frustriert. Das ist wie bei einer Diät: Scheibchenmethodik anwenden, Schummeltage einlegen und sich selbst kräftig feiern, wenn man etwas erreicht hat.

Bei einer Diät muss man auf Vieles verzichten. Wie ist es bei Nachhaltigkeit?

Steeger: Ständig hacken wir auf dem Begriff Verzicht herum und dass man das den Menschen ja nicht zumuten könne. Ich habe eine ganz andere Erfahrung gemacht: Mein Leben ist durch mehr Nachhaltigkeit viel entspannter. Ich fühle mit wohler und erlebe einen Gesundheitseffekt. Ich bin viel in Bewegung, zu Fuß und mit dem Fahrrad, ich konsumiere weniger, weil ich weniger brauche, und das führt auch dazu, dass ich nicht so viel arbeiten und noch mehr Geld verdienen muss. Ein nachhaltiges Leben ist ein Gewinn – das müssen wir mehr in den Vordergrund stellen. In der Diskussion um die Lage in den Schlachthöfen sagen viele, „aber wir haben doch ein Recht auf Billigfleisch“. Wo steht das denn geschrieben? Gesundheitlich tut uns das überhaupt nicht gut. An vielen Stellen ist das rechte Maß aus den Fugen geraten. Vielleicht hilft uns die Zeit von Corona, wieder ein bedachteres und achtsameres Leben schätzen zu lernen.

Dennoch müssen wir, um Nachhaltigkeit in unser Leben zu integrieren, Routinen durchbrechen und Spannungen mit dem Umfeld aushalten. Das fällt vielen schwer…

Steeger: Natürlich, das ist schon anstrengend. Wir müssen uns unserer Routinen erst einmal bewusstwerden und das verlangt uns viel ab. Doch wenn wir es schaffen, ist das ein extrem gutes Gefühl. Es tut uns sehr gut, eine Veränderung durchzumachen, auch wenn es uns anfangs schwerfällt. Als ich angefangen habe, mein Leben neu auszurichten, bin ich nicht herumgelaufen und habe versucht andere zu bekehren. Aber trotzdem haben mir viele Freundinnen und Freunde manche Dinge nachgemacht. Bald hatten auch alle ein Lastenrad und dann standen da ganz viele vor der Schule. Man hat nicht immer nur Konflikte, sondern kann anderen auch etwas vorleben. Wir können alle eine wichtige Rolle bei der Innovation in Richtung Nachhaltigkeit spielen.

Die Macht des Einzelnen ist das eine. Aber ohne entsprechende Rahmenbedingungen wird doch die Verantwortung auf die individuelle Ebene abgewälzt. Was ist mit der Politik und Wirtschaft?

Steeger: Gesetzlich muss ganz viel passieren, das ist überhaupt keine Frage. Mein Sohn ist acht Jahre und sagte vor einiger Zeit zu mir: „Mama, warum ist das eigentlich so, dass Dinge, die das Klima kaputt machen, billiger sind? Warum sind denn nicht die Sachen billiger, die das Klima schützen?“ Das ist genau der richtige Ansatz. Da liegt der Ball natürlich beim Gesetzgeber und nicht bei den Konsument*innen. Dass jeder bei sich selbst anfängt, ist aber deshalb so wichtig, damit wir Erfahrungen machen und merken, an welchen Stellen es hakt und wo Umweltschutz viel zu kompliziert ist. Ich persönlich gehe beispielsweise nicht in Unverpacktläden. Das passt einfach nicht in mein Leben, dass ich bei jedem Einkauf so viel Aufwand betreibe und Gefäße mitbringe. Da ist die Politik gefragt, genauso aber Industrie und Handel.

Dass Sie zu Ihrer Zeit bei RTL in der Top-Management-Etage abgeblitzt sind, zeigt: Ohne die Chefs und Chefinnen geht nichts in Sachen Nachhaltigkeit. Wie kann man die Führungsebene überzeugen, wenn Nachhaltigkeit häufig noch mehr kostet?

Steeger: Wenn Nachhaltigkeit nicht von oben gewollt ist, dann passiert gar nichts – dann sind die Anstrengungen von Beschäftigten verlorene Liebesmüh. Man schmückt sich mit einer kleinen CSR-Abteilung, die nicht mit Budget ausgestattet ist. Da müssen wir noch mehr betonen, dass Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich ist und sich für die Unternehmen lohnt. Als Teil der Umweltgruppe bei RTL wollten wir die Geschäftsleitung beispielsweise davon überzeugen, dass wir den doppelseitigen Druck einführen sollten. Als klar war, das kostet dann auch weniger Geld, da waren sie dabei. Ganz klar ist auch, dass Nachhaltigkeit ein Recruiting-Faktor ist: Bewerberinnen und Bewerber fragen heute ganz konkret nach Klimaschutz.

Auf der herCAREER 2021, wo Sie im September Ihr Buch vorstellen, werden viele Besucherinnen und Besucher nach einem neuen Arbeitgeber suchen. Mit welchen Fragen finden sie am besten heraus, ob es Arbeitgeber mit Nachhaltigkeit ernst meinen?

Steeger: Damit beschäftigten wir uns im Netzwerk „Futurewoman.de“, in dem sich Frauen in der Nachhaltigkeit organisieren. Meine Mitstreiterinnen dort empfehlen zum Beispiel folgende Fragen zu stellen: Wo ist die CSR-Abteilung aufgehängt und an welche Gremien oder Entscheidungsträger*innen berichte ich? Wie sehr stehen Vorstand und Geschäftsführung hinter dem Thema? Wie viel Ressourcen und Budget werden mir zur Verfügung gestellt? Wie stark ist das Thema schon in bestehende Strukturen und Prozesse integriert und mitgedacht? Spielen Nachhaltigkeitskriterien bei Steuerung – also bei Zielen oder Vergütung – und Entscheidungen und internen Richtlinien eine Rolle? Gibt es Ziele und einen tatsächlichen Prozess der Verbesserung? Und wurden Mitarbeiter*innen explizit dafür abgestellt, sich wirklich um Nachhaltigkeit zu kümmern?

Sie haben das Netzwerk „Futurewoman.de“ 2018 gegründet. Worum geht es dabei genau?

Steeger: Der Auslöser, das Netzwerk zu gründen, war 2016 das Abschlussbild des Deutschen Nachhaltigkeitspreises: Alle 25 Preisträger standen auf der Bühne und es war keine einzige Frau dabei. Das hat mich echt schockiert. Es hat dann eine Weile in mir gearbeitet. Irgendwann kam Saskia Juretzek, CSR-Managerin bei der Allianz, auf mich zu, da sie ein Netzwerk für Frauen in der Nachhaltigkeit suchte und keines fand. Sie meinte, „Du hast das doch eigentlich schon“. Aus der Idee sind dann „Futurewoman.de“ und die „Futuretalks“ entstanden, ein After-Work-Event mit Impulsen und Austausch vor Ort. Mit dem Netzwerk verfolgen wir das Ziel, Frauen in der Nachhaltigkeit sichtbar zu machen. Auf unserer Website stellen wir diese Frauen vor, so dass zum Beispiel Veranstalter keine Ausrede haben zu sagen, sie finden keine Frauen in der Branche, die zu dem Thema etwas zu sagen haben. Wir träumen auch von einer Academy, wo wir Frauen in ihrer Karriere in der Nachhaltigkeit mit einem Coaching- und Mentoring-Programm unterstützen. Wir brauchen Frauen in wichtigen Positionen in der Wirtschaft, in denen sie im Sinne der Nachhaltigkeit entscheiden können.

Wo stehen wir aus Ihrer Sicht in Sachen Gleichberechtigung von Männern und Frauen im Speaker-Business?

Steeger: In der Speaker-Branche und in der Medienwelt findet Gleichberechtigung der Geschlechter noch nicht statt. Kürzlich kam eine Studie der MaLisa-Stiftung heraus, die ergeben hat, dass nur 22 Prozent Expertinnen in den Medien zur Sprache kommen. Das bezog sich auf das Thema Corona, aber bei Nachhaltigkeit würden wir vermutlich auf ähnliche Ergebnisse kommen. Bei Männern reicht es oft schon, dass sie einmal einen Aufsatz zu einem Thema geschrieben haben und Frauen müssen noch drei Auszeichnungen hinterher schießen, bis sie als Expertin wahrgenommen werden. Viele Veranstalter schaffen es immer noch nicht, einigermaßen ausgeglichene Panels zu besetzen. Wichtig ist dafür auch, Frauen Mut und Stärke zu verleihen. Es hakt auch noch bei vielen Frauen in den Köpfen, dass sie nicht an sich glauben und nicht darauf vertrauen, dass sie etwas Wichtiges zu sagen haben. Haben sie aber! Darin sollten wir andere Frauen noch mehr bestärken.

Corona hat das Event-Geschäft ziemlich ausgebremst. Was macht die Pandemie mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit?

Steeger: In der ersten Zeit der Krise mag das Thema hinten runtergefallen sein. Aber grundsätzlich diskutieren wir schon viel darüber, beispielsweise wo sich Klimaschutz im Konjunkturpaket unterbringen lässt. Mir macht es Mut, dass auf Druck der Öffentlichkeit keine Abwrack-Prämie gekommen ist. Viele Themen, die gerade aufkommen, haben eine Verbindung zu Nachhaltigkeit – die Verhältnisse in Schlachthöfen oder die Probleme mit Rassismus. Letzteres hat mit Kolonialisierung zu tun und somit auch mit der Ausbeutung unseres Planeten. Wichtig ist, dass wir mehr Fragen stellen, wie etwas produziert wird, wie Preise entstehen und was versteckte Kosten sind. Ewiges Wachstum und Konsum wurde schon in den 70er Jahren von Expert*innen hinterfragt. Spätestens jetzt sollten wir uns mehr damit auseinandersetzen, ob wir die ganzen Dinge überhaupt brauchen oder ob Sharing-Angebote nicht viel sinnvoller sind. Wir brauchen ganz neue Geschäftsmodelle und in der Corona-Krise stelle ich schon fest, dass mehr Menschen beginnen, Fragen zu stellen. Der Lockdown ist ein Moment der Besinnung.

Und wie geht es jetzt bei Ihnen persönlich weiter – sind Sie fertig mit Ihrem Change in Richtung Nachhaltigkeit?

Steeger: Nein! (lacht) Mit Nachhaltigkeit ist es so wie mit lebenslangem Lernen: Es ist ein stetiger Prozess. Manchmal denke ich zwar an manchen Stellen, ich habe es geschafft, aber dann stehe ich woanders wieder bei Null und muss mir etwas Neues überlegen. Aktuell verfolge ich ein neues Projekt: Ich möchte Lernorte mit Übernachtungsmöglichkeiten schaffen, wo Menschen das nachhaltige Leben ausprobieren können. Im Alltag fällt es vielen schwer, ihre Routinen zu verändern, aber wenn sie in einer anderen Umgebung sind, mit anderen Menschen, denen es ähnlich geht, dann fahren sie vielleicht nach Hause und möchten das Erlebte dort auch umsetzen, weil sie merken, dass es ihr Leben besser macht. Ich habe bereits einige Partner und bald wird es konkret. Aus diesem Projekt werde ich auch sicher noch das eine oder andere für mein nachhaltiges Leben lernen. Die persönliche Veränderung hört nie auf.


Auf der diesjährigen herCAREER (16. und 17. September 2021 in München) liest Janine Steeger beim Authors-Meetup aus ihrem neuen Buch „Going Green. Warum man nicht perfekt sein muss, um das Klima zu schützen“ und gibt Einblicke in ihren Karriereweg von der Medienwelt in die Nachhaltigkeitsbranche.

Über Janine Steeger

Bis 2015 hatte Janine Steeger ihre eigene tägliche Live-Sendung bei RTL. Die ausgebildete Fernsehjournalistin arbeitete fast 20 Jahre für private und öffentlich-rechtliche Sender, vor und hinter der Kamera, bis sie das Thema Nachhaltigkeit zum Beruf machte. Unter dem persönlichen Label „Green Janine“ ist sie als grüne Moderatorin und Speakerin unterwegs. Mit einem Fernstudienkurs für „Betriebliches Umweltmanagement und Umweltökonomie“ hat sie fundierte Kenntnisse zu den drei Säulen der Nachhaltigkeit erworben. 2018 gründete sie zusammen mit anderen Frauen aus der Nachhaltigkeitsbranche das Netzwerk Futurewoman.de, das sogenannte „Future Talks“ für den persönlichen Austausch veranstaltet und Frauen auf einer eigenen Website sichtbar macht. Janine Steeger lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Köln.

Über die herCAREER

Die herCAREER ist Deutschlands Leitmesse für die weibliche Karriereplanung. Sie findet am 16. und 17. September 2021 bereits zum sechsten Mal in Münchenstatt und wird mit dem Netzwerkevent herCAREER@Night abgerundet. Mit der Messe und der Netzwerkveranstaltung wurde eine Plattform geschaffen, die Jobeinsteigerinnen, aber auch Aufsteigerinnen und Gründerinnen Netzwerke erschließt, die sie dabei unterstützen, beruflich weiter und schneller voranzukommen.

Fotomaterialvia herCAREER

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