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Stimmungsbarometer: die aktuelle Corona-Lage in Ecuador

Naylan Zurita-Haro arbeitet im Bereich Public Relations und Marketing und lebt in der Kleinstadt Baeza in Ecuador.

Wie schaut es momentan auf den Straßen aus?

Die Geschäfte sind offen, es gibt keine Enschränkungen für Restaurants, Läden oder Einkaufszentren. Natürlich gelten an jedem Ort Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Am Eingang wird die Körpertemperatur gemessen, die Hände mit Alkohol desinfiziert und es muss immer ein Mund-Nasen Schutz getragen werden.

Welche Maßnahmen und Regeln gibt es sonst, um die Verbreitung vom Corona-Virus einzudämmen?

Im Allgemeinen gibt es eine Fahrzeugbeschränkung, bei der wir nur drei Arbeitstage pro Woche mit Fahrzeugen auf der Straße unterwegs sein dürfen und die obligatorische Verwendung der Maske. An den Osterfeiertagen waren auch die Strände geschlossen. Der Alkoholkonsum ist verboten und es gibt landesweit eine größere Fahrzeugbeschränkung auf den Straßen. Um nach Ecuador einreisen zu können muss man, falls man nicht geimpft ist, einen negative PCR Test vorlegen der nicht älter als 96 Stunden ist.

Werden die Maßnahmen von den Menschen mitgetragen?

Die Verwendung der Maske ist bereits zur Gewohnheit geworden. Die Einhaltung des Abstandes von 2 Metern ist eine Maßnahme, die trotz der Bemühungen von Staat und Privatwirtschaft nicht von allen eingehalten wird. Was die Fahrzeugbeschränkung betrifft, so gibt es eine starke Kontrolle durch die Verkehrsbehörden auf den Straßen.

Wir würden Sie die aktuelle Stimmung bezeichnen?

Die Zunahme von Infektionen ist eine ständige Realität. Viele Menschen leben von einem Tag zum anderen und sind gezwungen, hinauszugehen, um ihre Familien zu unterstützen. Ich denke, die Angst sich anzustecken ist latent vorhanden, aber es gibt keine Alternative zur „Rückkehr zur Normalität“. Auch mit den notwendigen Vorkehrungen ist es möglich, auszugehen und seinen täglichen Verpflichtungen nachzukommen.

Scheint es so, als würde sich die Situation in den nächsten Wochen verbessern?

Leider nein, nicht einmal mit dem Impfplan, der nur langsam vorankommt, ist eine Verbesserung der Situation zu erkennen. Derzeit gibt es 26% mehr COVID-Fälle als im Februar 2021, und die Krankenhäuser in den Großstädten haben erneut ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Das liegt an den Karnevalsferien, in denen es keine Einschränkungen gab, und dann waren da noch die Präsidentschaftswahlen, bei denen viele Menschen auf engem Raum konzentriert waren. Das Interessante ist aber, dass der Verkehr in den Großstädten genauso hektisch ist, in jedem Geschäft ist Bewegung, selbst in meiner Kleinstadt haben die Erholungsgebiete wie Bowling- und Basketballplätze die Menschen wieder konzentriert. Sie scheinen sich nicht um diesen bedrohlichen Virus zu kümmern!

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