Die Entwicklungsgeschwindigkeit von KI ist beispiellos. Wie bleiben Sie auf dem neuesten Stand, ohne den Überblick zu verlieren?

Generell habe ich den Anspruch an mich selbst, offen und neugierig zu bleiben. Mein großes Interesse an KI besteht sowohl beruflich als auch privat. Ich habe einen vielfältigen Freundeskreis aus den Bereichen Medizin, immersive Technologien und Filmproduktion. Wir treffen uns wöchentlich zum Sport, gehen danach essen und tauschen uns über aktuelle disruptive Entwicklungen und Trends aus. Im beruflichen Kontext vereint BCG Platinion viele Menschen, die dieselbe Neugier teilen. Zu lesen und zu hören, was Kolleg:innen mit KI umgesetzt haben, gehört für mich zum Alltag. Auch unsere Kund:innen sind sehr neugierig: „Schau mal, was ich Neues herausgefunden habe“ ist fester Teil unserer Zusammenarbeit. Online folge ich außerdem Tech-Kanälen, um neue technologische Entwicklungen und deren Potenzial besser zu verstehen. Was mein Interesse besonders weckt, teste ich direkt selbst „hands-on“ aus. Meiner Meinung nach ist es bei KI wichtig, einen holistischen Überblick zu behalten. Ich suche daher nach der Balance zwischen dem Verständnis einer
Technologie und der technischen Tiefe.

Welche Chancen eröffnet KI für Ihren eigenen Karriereweg und für die nächste Generation, die heute bei BCG Platinion einsteigt?

KI eröffnet mir die Möglichkeit, im Alltag genau das zu tun, was mir am meisten Spaß macht. Als Teil des AI-Teams bei BCG Platinion arbeite ich an innovativen Projekten und baue ein Netzwerk mit Gleichgesinnten auf. Innerhalb eines Projekts komme ich durch KI schnell von der Idee zum Prototyp und wachse in die Rolle des Owners: Ich übernehme Verantwortung, gebe Reviews und Impulse, steuere ein Team aus Agenten und treffe Entscheidungen. Wer Innovation und Adoption von KI im Unternehmen vorantreiben will, findet bei BCG Platinion den richtigen Ort dafür – mit Weiterbildung, Austausch, Netzwerk und modernsten Tools, um sich weiterzuentwickeln.

Wo stößt KI heute an Grenzen? Und warum wird Ihre Rolle als AI-Architect durch KI nicht ersetzt, sondern anspruchsvoller?

KI stößt heute vor allem dort an Grenzen, wo es um strategische Richtung und Kontext geht. Sie kann bei Analysen und bei der technischen Umsetzung stark unterstützen, aber die Richtung festzulegen, Ergebnisse zu verantworten, zwischen Stakeholdern zu moderieren und unternehmensspezifisches Wissen einzubringen, bleibt Aufgabe des Menschen. Die eigentliche Herausforderung liegt woanders: KI muss spezifisch auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnitten sein, verlässlich und vertrauenswürdig funktionieren und von den Menschen im Unternehmen auch wirklich angenommen werden. Genau deshalb wird meine Rolle als AI-Architect anspruchsvoller: Ich verantworte nicht nur die Ergebnisse, sondern begleite Unternehmen dabei, KI so zu gestalten, dass sie im spezifischen Kontext funktioniert, Vertrauen schafft und genutzt wird.

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