Bei BASF bekommt die Petrochemie eine neue Führung. Die Materialwissenschaftlerin Mary Kurian zieht in den Vorstand des Chemiekonzerns ein und übernimmt ein neu zugeschnittenes Ressort, das zentrale Chemie- und Spezialchemiegeschäfte bündelt. Die Bereiche waren bisher im Ressort IV von Dr. Stephan Kothrade angesiedelt und werden nun dem Ressort V zugeordnet.

Für Kurian bedeutet die Ernennung den vorläufigen Höhepunkt einer internationalen Managementkarriere. Die gebürtige Inderin hatte vor ihrem Wechsel zu BASF im Jahr 2020 verschiedene Führungspositionen beim Industriegasekonzern Air Products in den USA inne. Seit 2023 leitet sie von Ludwigshafen aus den BASF-Unternehmensbereich Care Chemicals.

Auf LinkedIn bezeichnete Kurian ihren Eintritt in den Vorstand als besondere Sache: Sie fühle sich geehrt und danke dem Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen und den Mitarbeitenden weltweit wolle sie die Zukunft des Unternehmens gestalten.

Zugleich würdigte sie ihren Vorgänger Michael Heinz, der nach mehr als vier Jahrzehnten bei BASF aus dem Vorstand ausscheidet. Gemeinsam mit ihrem Vorstandskollegen Livio Tedeschi diesen Schritt zu gehen, sei eine besondere Freude. Michael Heinz hinterlasse nach mehr als 40 Jahren bei BASF ein starkes Vermächtnis an Führung und unternehmerischem Erfolg.

Herausforderndes Umfeld

Ihre neue Aufgabe übernimmt die Managerin in einem herausfordernden Marktumfeld. Die globale Wirtschaft und die Chemieindustrie stünden vor beispiellosen Herausforderungen, erklärte sie. Gleichzeitig verwies sie auf die lange Geschichte des Unternehmens und dessen Innovationskraft. BASF habe seit mehr als 160 Jahren innovative Lösungen entwickelt, die Kundenanforderungen in unterschiedlichsten Branchen erfüllen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

Kurian sieht die Stärken des Konzerns insbesondere in der Integration entlang der Wertschöpfungskette, in kundennaher Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Diese Faktoren würden gemeinsam mit einem globalen Netzwerk von Produktionsstandorten den Unterschied für die Kunden ausmachen. Die Prioritäten ihres Ressorts seien eng mit der Konzernstrategie „Winning Ways“ verknüpft und zielten darauf ab, BASF als bevorzugtes Chemieunternehmen für die grüne Transformation seiner Kunden zu positionieren. Die Strategie werde erfolgreich umgesetzt, um den sich wandelnden Anforderungen von Märkten und Kunden mit hoher Agilität zu begegnen.Für die kommenden Monate kündigte sie an, vor allem den Dialog mit Mitarbeitern, Kunden und weiteren Stakeholdern suchen zu wollen.

„Ich freue mich auf die zahlreichen Gelegenheiten in den kommenden Wochen und Monaten, zuzuhören, zu lernen und bestehende wie neue Beziehungen zu Mitarbeitenden, Kunden und Partnern weiter zu stärken. Gemeinsam werde man die Zukunft der Chemie gestalten“, so Kurian.

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