StartBusiness"Empathie lässt sich trainieren"

„Empathie lässt sich trainieren“

Das erste Buch von Magdalena Rogl passt in die Zeit der "neuen Arbeit". Wie uns Gefühle stärken, zeigt sie in "MITGEFÜHL - Warum Emotionen im Job unverzichtbar sind".

Haben Emotionen Platz im Job? Der Kommentar einer Kollegin: „Lena, du bist viel zu emotional. Das untergräbt deine Autorität“ war der Auslöser für Magdalena Rogl, sich tiefer mit dem Thema Emotionalität in der Arbeitswelt auseinander zu setzen.

„Emotionen“ und „Arbeit“ sind zwei Begriffe, die für viele Menschen nichts miteinander zu tun haben. Aber ich bin davon überzeugt, dass das ein Trugschluss ist und dass Emotionen im Job unverzichtbar sind“, sagt die ausgebildete Kinderpflegerin, die es innerhalb weniger Jahre zur Führungskraft in der Digitalbranche geschafft hat. Seit 2016 arbeitet sie für Microsoft Deutschland, seit 2021 ist sie dort Diversity & Inclusion Lead.

Nicht nur in ihrer Karriere, auch beim Schreiben ihres Buches die „Schnellstraße“ genommen. Nach nur wenigen Monaten eigener Autorenarbeit – parallel zu Vollzeitjob und Patchwork-Familie – legt sie nun das Buch „MITGEFÜHL – Warum Emotionen im Job unverzichtbar sind“ im EMF Verlag vor.

Das Buch dreht sich zwar auf mehr als 200 Seiten um „Mitgefühl“ (oder gleichermaßen zu lesen als „Mit Gefühl“), doch der Inhalt ist alles andere als „Gefühlsduselei“. „Mir war es wichtig, auch Statistiken und die aktuelle Forschung mit einzubinden“, erklärte Lena Rogl auf ihrer Release-Party in München.

Das Buch kommt passend zu einer drastischen Zeitenwende in der Arbeitswelt. Die Transformation weg von starren Hierarchien, hin zu Offenheit und Transparenz verlangt auch nach mehr Emotionalität und der Wahrnehmung von Gefühlen, nicht zuletzt bei Führungskräften.

Schon seit Jahren weist Brené Brown, Professorin an der University of Houston und Autorin mehrerer Bestseller rund um Management und Leadership, auf die Kraft „verletzlicher Führung“ hin. Dieses Prinzip hat Lena Rogl beim Schreiben des Buches inspiriert, sie setzt jedoch ihren eigenen Akzent mit dem Begriff der „emotionalen Führung“.

Die Münchner Autorin zeigt anhand eigener Erfahrungen, warum auch negative Emotionen ihren Platz haben, wie Mitgefühl Teams stärken kann und warum sich emotionale Intelligenz lohnt. Übungen und Reflektionen runden die Kapitel ab.

Wer jetzt denkt „Ich bin sowieso ein Kopfmensch“, sollte sich erstrecht mit dem Buch beschäftigen, denn in jedem stecke auch ein Bauchmensch, so Lena Rogl. Und sie macht den Leser:innen Mut: „Empathie lässt sich trainieren“.

 

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