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„Frauenfragen“: Das Buch zum Erfolgspodcast

Nach zwei Staffeln „Frauenfragen“ und 20 Gesprächen mit prominenten Männern hat Mari Lang nun ein 192 Seiten langes Buch geschrieben. Darin analysiert sie die Interviews und ergänzt sie durch eigene Gedanken.

„Wie ist es als Frau in einer männerdominierten Branche zu arbeiten?“ „Wer passt gerade auf Ihre Kinder auf?“ „Haben Männer eigentlich Angst vor Ihnen?“ Die ORF-Sportjournalistin Mari Lang kennt diese Fragen nur zu gut. Aus Interviews mit Journalist*innen, Gesprächen mit Vorgesetzen und Kolleg*innen. Sie beobachtete, dass solche Fragen immer nur Frauen, nicht aber Männern gestellt werden und erkannte einen Missstand. So entstand die Idee zu ihrem preisgekrönten Podcast „Frauenfragen“. Darin interviewt sie bekannte österreichische Persönlichkeiten wie Armin Assinger, Dirk Stermann und Thomas Brezina. Im Podcast stellt sie ihnen Fragen, die typischerweise nur Frauen gestellt werden.

Christian Kern war zu Gast bei der Buchpräsentation

Nach 20 „Frauenfragen“-Interviews zieht Mari Lang Zwischenbilanz: Ihr Buch „Frauenfragen: Männer antworten“ ist vor kurzem im leykam:-Verlag erschienen. In elf Kapiteln arbeitet Lang die Gespräche nochmals auf. Sie erkennt: Männer scheint es gar nicht zu stören, wenn sie in Interviews auf ihr Äußeres reduziert werden. Fragen nach Make-Up Routinen und Kleidungsstil werden als erfrischend wahrgenommen, weil sie ihnen selten bis nie gestellt werden. Jemand, dessen Erscheinungsbild sehr wohl häufig thematisiert wurde, ist Ex-Bundeskanzler (aka „Slim-Fit-Kanzler“) Christian Kern. Auch er wurde von Mari Lang im Rahmen ihres Podcasts interviewt und war live zu Gast bei der „Frauenfragen: Männer antworten“-Buchpräsentation am 28. September in der Buchhandlung Thalia auf der Wiener Mariahilfer Straße.

Bei der Buchvorstellung reflektierte Mari Lang gemeinsam mit Christian Kern über ihre Unterhaltung. Als Gast der ersten Staffel wusste er nicht, worauf er sich einließ. Er konnte sich im Vorhinein keine Folge anhören, um sich auf das Gespräch vorzubereiten. Mari Lang bedankte sich bei ihm und allen anderen Gästen für ihr Vertrauen und ortet ein typisch männliches Phänomen: „Wenn man eine Frau für ein Interview anfragt, will sie normalerweise ganz genau wissen, worum es geht und am besten die Fragen vorab erfahren. Als ich beispielsweise Armin Assinger zu mir in den Podcast eingeladen habe, hat er einfach zugesagt.“ Obwohl sie ihm den Inhalt erklärt habe, habe er sich zum Zeitpunkt der Aufzeichnung gerade noch an den Namen des Podcasts erinnern können.

Zwischen Schönheit und Vereinbarkeit

Neben der ausführlichen und unterhaltsamen Analyse der Gespräche lässt Mari Lang in ihrem Buch auch weibliche Prominente zu Wort kommen. So erzählen etwa die grüne Politikerin Alma Zadic und die ORF-Fernsehmoderatorin Miriam Weichselbaum in kurzen Statements, welche typischen Frauenfragen sie nicht mehr hören können. Die TV-Journalistin Raphaela Scharf, die durch die Anschuldigung Wolfgang Fellners eine öffentliche Diskussion über sexuelle Belästigung in der Medienbranche lostrat, schreibt etwa: „Ich wurde einmal gefragt, ob ich auch noch andere Qualifikationen hätte, außer schön zu sein.“ Eine weitere Frage, die einem Mann so wohl nie gestellt wurde.

Auf Mari Langs neues Buch folgt eine neue Staffel: die dritte Staffel „Frauenfragen“ ist ab Mitte Oktober zu hören.

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