StartMoneyDas war die SHEinvest 2023 (Part 1)

Das war die SHEinvest 2023 (Part 1)

Du konntest bei dem SHEinvest Online Day 2023 (Part 1) leider nicht dabei sein? Keine Sorge, we’ve got you! Die geballte Ladung an Finanzwissen kannst du dir auf unserem YouTube Kanal nachhören, die Key Learnings der einzelnen Vorträge haben wir außerdem hier für dich überblicksmäßig zusammengefasst.

Roundtable: Aktuelle Marktlage & krisensicheres Investieren

Zugegeben, das letzte Jahr war kein einfaches, schon gar nicht für den Finanzmarkt – die Lage war von Unsicherheiten geprägt. Der Roundtable der SHEinvest widmete sich der aktuellen Marktlage mit besonderem Fokus auf die Themen Inflation und krisensicheres Investieren. Am Panel sprachen die Finanzexpertinnen Larissa Kravitz (Investorella, Moderation), Sandra Straka (Goldman Sachs), Andrea Bodner (Partner Bank) und Tetyana Kohansal (ks actuaries).

Einige Einblicke aus dem Talk: Sparpläne sind in der aktuellen Situation eine gute Option, in den Finanzmarkt einzusteigen, so Sandra Straka. Andrea Bodner wies darauf hin, dass Gold im letzten Jahr im Vergleich zu den Vorjahren besonders beliebt war. Eine Möglichkeit für den ersten Goldkauf ist es zum Beispiel, dieses stückchenweise zu erwerben. Moderatorin Larissa Kravitz zog einen Vergleich zu der Finanzkrise der 1970er Jahre. Was heutzutage anders ist? In den 70ern war die Ölpreistreiberei ein Hauptfaktor für die Krise. Heute sind es zwei Krisen, mit denen wir zu kämpfen haben – die Covid-Pandemie, die unter anderem für unterbrochene Lieferketten sorgte, und der Krieg in der Ukraine sowie der Energiepreisschock. Aktuell befinden wir uns in einer Situation mit hoher Inflation und Rezessionsgefahr, so Investorella Kravitz. Tetyana Kohansal wies auf die verschiedenen Sektoren und deren unterschiedliche Performances in Krisenzeiten hin. Als Sektoren mit großem Potential sieht die Aktuarin den Healthcare-Bereich sowie den Energiesektor an.

Bei einem sind sich die Expert:innen einig – Diversifikation und langfristige Investments sind immer ein guter Ansatz.

Den ganzen Talk gibt es hier zum Nachsehen:

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Deep Dive I: Meine erste Geldanlage

Vom Roundtable zu den Deep Dives: Die drei Deep Dive Sessions hatten alle das Überthema „Investieren nach Lebensphasen“ gemeinsam. Den Start machte der Deep Dive „Karrierestart: Meine erste Geldanlage“ mit Lisa Pulsinger (FINpulse) und Zohra Asef (Blackrock). „Investieren ist keine Rocket Science“, so stieg Lisa Pulsinger in das Gespräch ein und erzählte von ihrer eigenen Investmentreise. Entgegen der weitverbreiteten Meinung müsse man nicht erst Top-Verdienerin sein, auch mit wenigen Beiträgen kann begonnen werden, so Pulsinger. Einige der Do’s zählten die beiden Expertinnen auf: Beispielsweise Vorarbeit leisten, sich informieren und nicht in Produkte investieren, die man nicht versteht. Die eigenen Ausgaben studieren und sein Risikoprofil kennenlernen sind ebenfalls gute Tipps für den Anfang. Was man eher nicht machen sollte? Überstürzt investieren – lieber sich zuerst die Zeit nehmen und nicht von FOMO (Fear of Missing Out) oder Gruppenzwang beeinflussen lassen. „Ich habe gelernt, dass das Thema Diversifikation sehr wichtig ist und ich mehr auf Streuung achten sollte, genauso wie auf die Langfristigkeit der Anlage“ erzählt Zohra Asef. Ein Notgroschen auf der Seite sei ebenfalls sehr wichtig, erst dann könne man sich überlegen, wie man sein Geld anlegen möchte. Die beiden Expertinnen sprachen auch über ETFs und Sparpläne und weshalb sich diese Anlage besonders für Investmentanfänger:innen eignet.

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Deep Dive II: Familie & Kinder

Vom Karrierestart zur Familie: Der zweite Deep Dive der SHEinvest drehte sich um das Investieren mit Familie und Nachwuchs. Am Panel sprachen Larissa Kravitz und Evelyne Janek-Zenker (Erste Asset Management). Hauptthema dieses Talks war das Thema Investment für Kinder und Mündelsicherheit. Mündelsichere Veranlagungen gelten als besonders sicher, wobei natürlich auch sie ein gewisses Risiko tragen. Tipps für den Start sind folgende: Ein Depot kann auf den eigenen Namen eröffnet werden, danach kann auch ein Sub-Depot auf den Namen des Kindes folgen. Auch die Möglichkeit eines Generationendepots ist gegeben. Die Art und Dauer der Fonds und Aktien beliben dem:der Depotinhaber:in überlassen – dies bietet freie Gestaltungsmöglichkeiten. Aber auch Optionen wie Wertpapiere sind als Investitionsform denkbar. Auch hier gilt – wie bei allen anderen Anlageformen – Langristigkeit macht Sinn: Je länger, desto sicherer. Entscheidet man sich für Aktien, sind die Ertragschancen jedoch höher. Gerade bei dieser Investmentform sind die Kursschwankungen höher, hier heißt es: geduldig sein. Ein Ratschlag der Expert:innen hierzu: Ein Blick aufs Depot reicht auch ein bis zwei Mal im Jahr, solange die Langfristigkeit des Investments gegeben ist. Gerade Investments für die eigenen Kinder sind emotional – daher empfiehlt es sich besonders, ruhig zu bleiben und Kursschwankungen auszuhalten.

Evelyne Janek-Zenker erzählt von ihren eigenen Investments: Sie begann bereits bei der Geburt mit dem Investieren für ihre Kinder und legt die Veranlagung langfristig – zumindest bis zu dem achtzehnten Geburtstag – aus. Kurz vor Ende kann dann umgeschichtet werden. Einen großen Fehler, den Eltern machen? Gar nicht investieren, aufschieben oder sich rein auf konservative Veranlagungsformen wie das Sparbuch konzentrieren, so die Expert:innen.

Mehr zu den Start-Tipps rund ums Investieren für den Nachwuchs gibt es hier:

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Deep Dive III: Altersvorsorge & Pensionslücke

Der dritte und letzte Deep Dive der SHEinvest 2023 behandelte das wichtige und oft nicht genügend berücksichtige Thema der Altersvorsorge und Pensionslücke. Die beiden Expertinnen dieses Gesprächs waren Marietta Babos, Gründerin der Finanzberatung Damensache, sowie Sabine Koszteczky von der Valida Vorsorge Management. Gleich zu Beginn machte Marietta Babos auf die häufig auftretende Unterschiedlichkeit in den Erwerbsbiografien von Frauen und Männern aufmerksam, nämlich dass es bei Frauen oft nach der Geburt eines Kindes zu einem Erwerbsabfall kommt. Deshalb ist es umso wichtiger, rechtzeitig für die eigene Pension vorzusorgen und im Idealfall diese Unterschiedlichkeit wieder auszugleichen. Einen Tipp zur Berechnung der monatlichen Nettopension: Diese kann über die Website neuespensionskonto.at genau berechnet werden. Sabine Koszteczky wies auf die durchschnittliche Pension von Frauen in Österreich hin – diese beträgt 1.265 Euro, dementsprechend gibt es nach wie vor einen Gender Gap zwischen den Pensionsleistungen für Frauen und jenen für Männer. „Das Thema wird zu wenig behandelt, es gibt definitiv einen Aufholbedarf, sowohl bei den Einzahlungen als auch bei den Informationen“, so Koszteczky. Eine Option ist es, mit den:die eigene Arbeitgeber:in aktiv auf das Thema anzusprechen. Auch für Teilzeitangestellte macht es Sinn, den Pensionsbeitrag nicht zu verringern, sondern nach individuellen Lösungen zu suchen. Wichtig ist es zu wissen, dass es für Unternehmen keine Mindestgröße für die betriebliche Vorsorge gibt – und das diese für beide Seiten steuerliche Vorteile bringt, ebenso der Fakt, dass die betriebliche Altersvorsorge unabhängig von dem Verlauf des Arbeitsverhältnisses ist und verschiedene Pensionskassenbeiträge auch zusammengelegt werdne können.

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Stay tuned: Part 2 der SHEinvest 2023 im Herbst

Wir haben das Konzept der SHEinvest heuer neu gedacht. Statt auf zwei aufeinanderfolgenden Tagen wie bisher, gab es die SHEinvest 2023 kompakt an einem Nachmittag im Mai mit dem Schwerpunktthema „Investieren in den verschiedenen Lebensphasen / Investieren in der Krise“. Am 25. September folgt ein zweiter SHEinvest-Nachmittag mit einem Fokusthema: Nachhaltig Investieren. Hier könnt ihr euch bereits dafür anmelden. Mehr Informationen gibt es außerdem rechtzeitig über unseren Newsletter und unsere Social Media Kanäle.


Information: Die SHEinvest ist eine reine Informationsveranstaltung und darf daher nicht als Finanzberatung verstanden werden.

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