Österreichischer Gründungspreis PHÖNIX prämiert erneut in der Kategorie: Female Entrepreneurs
Im großen Festsaal der Industriellenvereinigung in Wien wurden erneut die innovativsten Gründungsprojekte des Landes ausgezeichnet: Der österreichische Gründungspreis PHÖNIX ehrte die besten Ideen und Unternehmen in den Kategorien „Female Entrepreneurs“, „Prototyp“, „Spin-off“ und „Start-up“. Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner unterstrichen dabei den beeindruckenden Unternehmergeist, der Forschungsergebnisse in wirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Innovationen verwandelt.
Der österreichische Gründungspreis PHÖNIX wird seit 2012 im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) vergeben. Organisiert wird er von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) in Kooperation mit der Industriellenvereinigung (IV) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).
Starke Role Models für die nächste Generation
Gerade die Kategorie „Female Entrepreneurs“ unterstreicht, wie essenziell die Sichtbarkeit von Frauen in technologiegetriebenen Branchen ist. Gründerinnen und Forscherinnen setzen wichtige Impulse, schaffen neue Perspektiven und fungieren als Vorbilder für kommende Generationen.
Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner betonte die Bedeutung von Vielfalt für Innovation: „Wer gründet, übernimmt Verantwortung – für Fortschritt, Arbeitsplätze und gesellschaftlichen Nutzen. Jede Gründerin bringt neue Perspektiven und stärkt unser Innovationssystem.“
Auch Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hob hervor, wie entscheidend ein funktionierendes Zusammenspiel von Forschung, Kapital und Unternehmergeist ist, um Innovationen erfolgreich in den Markt zu bringen.

Zahlen, die für sich sprechen
Mit insgesamt 129 Einreichungen zeigt sich einmal mehr: Österreichs Innovationskraft lebt von der engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Besonders im Fokus steht dabei der Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Lösungen und damit in konkrete gesellschaftliche Wirkung.
Um die Innovationskraft des Landes weiter zu stärken, braucht es langfristige Kooperationen zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Wie wirkungsvoll dieser Wissenstransfer ist, zeigt sich sowohl an der ungebrochen hohen Einreichmotivation als auch an den besonders herausragenden Projekten. Sie schaffen wichtige Role Models für künftige Gründer*innen.
Die diesjährigen Nominierungen und Preisträger*innen unterstreichen das Potenzial der engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft. Besonders in der Kategorie Female Entrepreneurs steht die Sichtbarkeit und Unverzichtbarkeit von Forscherinnen und Gründerinnen im High-Tech-Bereich im Fokus. Die Kategorien Prototyp, Spin-off und Start-up zeigen zudem das breite Spektrum an Innovationen, die aus Forschungsergebnissen entstehen und ihren Weg in Wirtschaft und Gesellschaft finden.

Die Preisträger*innen des PHÖNIX
Kategorie Female Entrepreneurs
Julia Reisinger und Maria Zahlbruckner / factorymaker FlexCo
Hinter jeder funktionierenden Industriehalle steckt normalerweise monatelange Planungsarbeit. Die KI-basierte Plattform von factorymaker automatisiert diesen Prozess – von der Standortwahl über das Layout bis zur Gebäudeoptimierung. In wenigen Minuten vergleicht das System über hunderttausend optimierte Lösungen, bewertet nach Kosten, Flexibilität, Prozesseffizienz und CO₂-Bilanz.
Kategorie Prototyp
imd BIOTECH GmbH
Mit rappid entwickelte imd BIOTECH eine Plattform für den zuverlässigen Echtzeit-Nachweis pathogener Bakterien. Das einstufige Verfahren kombiniert Anreicherung und Detektion und liefert Ergebnisse in weniger als der halben Zeit herkömmlicher Tests, bei deutlich geringerem Arbeitsaufwand.
Kategorie Spin-off
Moldsonics GmbH
Das Unternehmen nutzt Ultraschallsensorik, um Prozessparameter in der Kunststoffverarbeitung inline, zerstörungsfrei und in Echtzeit zu überwachen, ganz ohne physischen Kontakt mit dem Bauteil. Dadurch können Rüstzeiten verkürzt, Ausschuss reduziert und Ressourcen effizienter eingesetzt werden.
Kategorie Start-up
voidsy gmbh
Mit dem 3D V-ROX entwickelte voidsy ein photothermisches Tomographiesystem, das Material- und Bauteildefekte dreidimensional sichtbar macht. Das System ist automatisierbar, inlinefähig und direkt in Produktionsprozesse integrierbar.
Innovation als Schlüssel für den Standort
Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie aus exzellenter Forschung konkrete Anwendungen entstehen, die Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig stärken. Institutionen wie die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws), die Industriellenvereinigung (IV) und die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) tragen wesentlich dazu bei, diesen Weg zu begleiten.
Der PHÖNIX 2026 macht damit einmal mehr sichtbar: Österreich verfügt über ein starkes Innovationsökosystem und über mutige Gründerinnen und Gründer, die es aktiv gestalten.
Fotograf/in: Martin Lusser