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Wien auf Platz 1 bei weiblichen GründerInnen

Die jährliche Umfrage zur Startup Heatmap hat gezeigt, dass Wien auf Platz 1 der Städte mit dem größten Anteil an weiblichen UnternehmerInnen ist. Dahinter folgen Oslo und Budapest. Die Top 5 der insgesamt attraktivsten Startup-Städte im europäischen Raum sind Berlin, London, Amsterdam Barcelona und München. 

Die jährliche Umfrage zur Startup Heatmap umfasst eine repräsentative Auswahl europäischer GründerInnen. Ermittelt wird dabei welche Städte am attraktivsten sind, um ein Unternehmen zu gründen. Die Umfrage läuft seit 2016 und ermöglicht einen Vergleich über die Zeit. Basierend auf 1.295 Stimmen, die von April 2020 bis August 2020 gesammelt wurden, kristallisierte sich eine bemerkenswerte Bewegung bei den beliebtesten Startup-Hubs für GründerInnen in Europa heraus.

Während die Top 10 über die Jahre hinweg sehr stabil waren, mit nur 2 Veränderungen im Jahr 2019, haben COVID-19 und Brexit erhebliche Veränderungen unter den Startup-Städten mit sich gebracht. 15 Positionen wurden in den Top 20 verändert. Die Top 5 der insgesamt attraktivsten Startup-Städte im europäischen Raum sind Berlin, London, Amsterdam, Barcelona und München. Wobei London aufgrund des Brexits sogar einen Prozentpunkt verlor.

In Westeuropa dominiert Berlin mit 45% der Stimmen. Dahinter liegen Zürich (20 %) und München (17 %). Wien holt auf und steigert den regionalen Stimmenanteil in Westeuropa um 11%-Punkte. Interessant ist, dass Wien beim Anteil weiblicher UnternehmerInnen insgesamt auf Platz 1 landet. Ermittelt wurde das Ergebnis aus einem Datensatz mit über 20.000 GründerInnenprofilen in ganz Europa. Hinter Wien folgen Budapest und Oslo.

Um zu verstehen, welche Startup-Hubs die meisten Tech-Jobs hervorbringen, wurden Stellenausschreibungen auf öffentlichen Jobbörsen mit Bezug zu Startups beobachtet. Die monatlichen Daten zeigen, dass Berlin – mit über 2.500 Stellenausschreibungen – an der Spitze liegt. Paris und München folgen mit ebenfalls mehr als 1.000 Stellenangeboten im Startup-Sektor pro Monat.

Das Streben nach Gleichberechtigung der Geschlechter, sowohl innerhalb des Erwerbs von Venture-Capital-Fonds als auch in der GründerInnen-Community, geht also weiter und der Kurs zeigt vielerorts in die richtige Richtung. Schlussendlich sprechen die Zahlen für sich, denn eine Studie der Boston Consulting Group ergab, dass von Frauen gegründete Startups 78% jeden investierten Dollars erwirtschaften, verglichen mit 31% bei von Männern gegründeten Unternehmen. 

Das Schließen der Gender Gap bei der VC-Finanzierung ist keine einfache Aufgabe, aber eine, die in Angriff genommen werden muss. Mit Hilfe von VC-Reformen und externer Initiativen wie Community-Building, Trainingsmöglichkeiten und frauenspezifischen Unterstützungs-Netzwerken kann darauf hingearbeitet werden, dass die Vergabe des Kapitals endlich für alle gerechter wird.

Mehr zum Thema Female Startups finden Sie in unserer SHEentrepreneur Kategorie. Hier wird auch regelmäßig unser Startup der Woche vorgestellt.

Fotomaterial© unsplash.com

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