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Planbarkeit trotz Flexibilität: Part II

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Neues Jahr, neue Ansätze: Wie »Strategie« im Jahr 2021 umgedacht werden muss? Das erzählte uns Joy Medos, Co-Präsidentin des Frauennetzwerkes PWN Vienna, im Gespräch.

 

 

Liebe Frau Medos, dieses Mal beschäftigen wir uns mit der Frage, auf was in Sachen Strategie-Entwicklung besonders geachtet werden muss?

Grundsätzlich sollte damit begonnen werden, die Rolle einer »Chief Strategy Officer« als sehr dynamische Position wahrzunehmen. Diese Abteilung braucht demnach ein Team, welches sich aufmerksam Beobachtungen des Marktes und seiner Veränderung widmet. Die Einpflege dieser in die eigene Unternehmensstrategie ist ein entscheidender Schritt. Um dies tun zu können, muss die eigene Strategie auch sehr dehnbar sein. Dazu bedarf es ausgezeichneter Koordination sowie Bewusstsein über den Einsatz der Unternehmensstrategie in allen Bereichen und eine starke Kommunikationskultur . Zusätzlich darf eine greifbare und verständliche Erklärung der Strategie an die Mitarbeitenden nicht unterschätzt werden, da sich das Verständnis maßgeblich auf die Performanz auswirken wird. Niemand kann schließlich auf ein Ziel hinarbeiten, wenn er*sie es nicht versteht. Strategiepläne beinhalten oft Fachbegriffe, deshalbsollte sichergestellt werden, dass jede mitarbeitende Person des Betriebs den Plan versteht.

Eine weitere Herausforderung ist häufig auch die Bewertung benötigter Arbeitskraft. Um sich an den tatsächlichen Bedarf heranzutasten, sollten sich Fragen nach benötigten Fähigkeiten, Kompetenzen aber auch Verhaltensmustern und Erfahrungen gestellt werden. Fragen, die sich gestellt werden sollten, wären demnach:

Wie werden zukünftige Arbeitskräfte erworben, trainiert und weitergebildet?
Wie kann bei Mischformen von Home Office und Office eine gute Vertrauensbasis geschaffen werden?
Wie kann ein »shifting« des Fokus vom Prozess auf das Outcome umgesetzt werden?
Wie kann die Leistungsperformanz des Managements aussehen, um Mitarbeitenden Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz zu ermöglichen?

Auch ganz wichtig: Keine Strategie darf Digitalisierung ignorieren. 2020 hat sehr klar gezeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist, Online präsent zu sein. Die Zeiten, um über das Ob und Wann nachzudenken, sind vorbei. Umsetzung und Tun sind gefragt. Schon jetzt können mehr und mehr Ladenschließungen beobachtet werden, die kurzerhand auf Online Shops umstellen.

2020 hat außerdem bewiesen, dass fast jede Arbeit außerhalb des Büros erledigt werden kann. Demnach sollten Unternehmen zukünftig Tools zur Verfügung stellen, um diese Flexibilität beizubehalten. Aber Achtung: Nicht darauf vergessen, die Mitarbeitenden auch einzuschulen. Nur die Tools zur Verfügung zu stellen, garantiert keinen Betriebserfolg.

Abschließend bedarf auch die Kund*innenerfahrung einer Neubetrachtung:

»Strateg*innen sollten das Einkaufserlebnis durchspielen, um noch unberücksichtigte Bedürfnisse zu entdecken.«

– Joy Medos, Co-Präsidentin PWN Vienna

(c) Michelle Mock Photography

Zur Person: Joy Medos vereint 18 Jahre Berufserfahrung in internationaler sowie unternehmerischer Arbeit in den Branchen Mode, Gas & Öl. Besondere Kenntnisse erwarb sie sich in der Zusammenarbeit mit multikulturellen Teams, komplexen Projekten und internationalen Organisationen. Viele Orte Europas konnte sie schon als ihr »Office« bezeichnen. Nun teilt sie ihre Expertise mit uns zum Thema Strategie. 

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