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Mehr Diversität durch innovative Jobplattformen

Den meisten Unternehmen ist mittlerweile bekannt, dass diverse Teams besser performen. Sie wissen, dass es daher unerlässlich ist, sich um Diversität und Inklusion am Arbeitsplatz zu bemühen. Eine Erzählung hält sich jedoch hartnäckig: “Es bewerben sich einfach nicht genügend geeignete Frauen”. Entlarvend ist, dass Jobausschreibungen aufgrund gewählter Formulierungen Frauen* weniger ansprechen als Männer. Doch das Problem ist auch an einer anderen Stelle zu verorten, und zwar bei den Jobplattformen.

Nach der Angabe der Branche fragen die meisten Jobplattformen nach dem gewünschten Ort, dem Dienstverhältnis und den Gehaltsvorstellungen. Selbst nach anderthalb Jahren Pandemie, durch die das Home-Office und flexible Arbeitszeitenregelungen vorangetrieben wurden, finden sich auf den allermeisten Jobvermittlungsseiten keine entsprechenden Felder. Doch gerade diese Faktoren interessieren junge, weibliche Talente, die auf der Suche nach einem Job sind.

Junge Talente wünschen sich flexible Arbeitszeiten

Eine Befragung des Netzwerks the female factor und SHEconomy, an der 130 Mitarbeiter*innen aus 15 verschiedenen Unternehmen teilnahmen zeigte, dass flexible Arbeitszeiten als wichtigster Faktor (71%) für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz gesehen wird. Dahinter nehmen auch gleiche Bezahlung, weibliche Führungskräfte und Arbeiten im Home-Office einen hohen Stellenwert ein. Die nächste Generation weiblicher Führungskräfte und Angestellter legt auf der Jobsuche viel Wert auf ein inklusives und gleichberechtigtes Arbeitsumfeld, auf Selbstverwirklichung und Sinn der Tätigkeit. Das genaue Bruttojahresgehalt hat hingegen an Bedeutung verloren. Die wenigsten Jobbörsen nehmen auf diese veränderte Lebensrealität Rücksicht und verpassen dabei eine große Chance.

The female factor hat dieses Problem aufgegriffen und eine neue Jobplattform gegründet, die verstärkt auf die Bedürfnisse von jungen, weiblichen Talenten eingehen soll. Bedeutet das, dass nur Frauen* die Jobbörse benutzen dürfen? Nein, erklärt Tanja Sternbauer, eine der Gründerinnen von the female factor: „Unsere Plattform lädt alle ein sich zu bewerben, unabhängig von Geschlecht, Rasse, Hautfarbe, Religion, Alter, politischer oder religiöser Überzeugung, nationaler oder ethnischer Herkunft. Doch unser Marketing dreht sich um all jene, die sich als Frauen identifizieren.“ Jobsuchende können auf der Plattform anhand verschiedener Kriterien nach passenden Positionen und Unternehmen. So kann etwa nach Unternehmen mit diversen Managementetagen, familienfreundlichen Praktiken oder flexiblen Arbeitszeiten gesucht werden. Bei der Auswahl der auf der Plattform präsentierten Stellenausschreibungen achtet das the female factor-Team unter anderem auf die Diversitäts- und Inklusions-Ziele der Unternehmen, diverse Repräsentation auf allen Ebenen und inklusive Sprache.

Genaue Screenings

Aktuell möchte the female factor so viele Unternehmen wie möglich dazu motivieren, ihre Jobausschreibungen auf der neuen Plattform zu posten. Bevor diese jedoch öffentlich einsehbar werden, prüft das Team das Unternehmen auf seine Kultur und bietet seine Expertise an, wenn bestimmte Kriterien derzeit noch nicht erfüllt werden. Übrigens: Alle Einnahmen, die the female factor innerhalb des nächsten Monats mit der Platzierung von Stellenausschreibungen macht, werden an Non-Profit-Organisationen gespendet, die Frauen in Afghanistan Hilfe und Schutz bieten.

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