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Kopf der Woche: Irene Fuhrmann

Seit 2020 ist Irene Fuhrmann Trainerin des Österreichischen Frauen-Fußballteams. In der aktuellen Europameisterschaft hat Sie mit ihrem Team bereits für Furore gesorgt. Am Donnerstag wartet mit Deutschland eine der erfolgreichsten Auswahlen der Geschichte im Viertelfinale auf sie und ihre Mannschaft.

Irene Fuhrmann hat ihre Wurzeln im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing. Über ihre Brüder kam sie dort schließlich auch zum Fußball. Als aktive Spielerin startete sie beim USC Landhaus Wien, wo sie Meistertitel und Cup-Siege feiern konnte. Erfahrungen im internationalen Club-Fußball konnte sie neben USC Landhaus auch mit dem Innsbrucker AC sammeln, mit beiden Vereinen nahm sie am UEFA Women’s Cup teil. Für das Nationalteam absolvierte Fuhrmann 22 Länderspiele.

Vom Studium auf die Trainerbank

Während ihres Sportstudiums am Sportzentrum der Universität Wien auf der Schmelz besuchte Fuhrmann das Wahlfach Frauenfußball. Dieses Wissen konnte sie ab 2008 in der Praxis als Co-Trainerin von Ernst Weber und ab 2017 von Dominik Thalhammer einsetzen. Im selben Jahr konnte sie mit dem Nationalteam bei der Europameisterschaft in den Niederlanden das Halbfinale erreichen. Aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer Erfolge kam die Ernennung zur ersten Teamchefin der Österreicherinnen für viele nicht überraschend.

Vom Team respektiert

Im Interview mit Laola.at sagte Teamspielerin Sarah Zadrazil über ihre Trainerin: „Es ist ein gewisser Respekt und ein gewisser Abstand zwischen Trainerin und Spielerinnen da“, dennoch bestehe eine enge Verbindung zwischen Fuhrmann und ihren Spielerinnen. Am Donnerstag wartet mit Deutschland eine der stärksten Mannschaften der Welt auf das Österreichische Team. In bisher zwölf Europameisterschaften konnte Deutschland bereits acht mal den Titel holen. Die Deutsche Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zum bevorstehenden Spiel: „Wir denken überhaupt nicht daran, was danach ist. Es ist jetzt Österreich, eine Herausforderung, die wir annehmen wollen. Und wir tun gut daran, uns ganz seriös auf den Gegner vorzubereiten, mit allem, was dazugehört“.

Das Interesse am Frauenfußball steigt

Im Durchschnitt haben 839.000 Zuschauer:innen am vergangenen Freitagabend den Viertelfinalaufstieg des ÖFB-Teams bei der Europameisterschaft auf ORF 1 mitverfolgt. Mit der Quote erreichte ORF 1 einen Marktanteil von 41 Prozent. Auch in Deutschland ist das Interesse hoch. Die deutschen Fußballerinnen waren bei ihrem  Start in die Fußball-Europameisterschaft das beliebteste Programm. 5,95 Millionen Menschen sahen im ZDF das 4:0 im ersten Gruppenspiel gegen Dänemark. Daraus resultierte ein Marktanteil von 25,9 Prozent. Der Frauenfußball ist somit eindeutigen in den österreichischen und deutschen Haushalten angekommen. Es darf gespannt beobachtet werden wohin die Reise hier noch geht.

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