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Köpfe der Woche: Angela Merkel und Kamala Harris

Zwei der mächtigsten Frauen der Welt haben sich vergangenen Donnerstag zum ersten und voraussichtlich auch zum letzten Mal zum offiziellen Frühstück getroffen. Angela Merkel und Kamala Harris sind unser erster Doppel-“Kopf der Woche”.

Vergangene Woche trat Angela Merkel ihre vermutlich letzte Amerika-Reise als deutsche Bundeskanzlerin an. Ein prall gefüllter Terminkalender führte sie von Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der amerikanischen Wirtschaft zur Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Johns-Hopkins-Universität. Danach war sie zu Gast im Weißen Haus bei US-Präsident Joe Biden, wo sie zum Vier-Augen-Gespräch eingeladen war. In der anschließenden Pressekonferenz betonte Biden: „Ich weiß, dass die Partnerschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten auf dem Fundament, das Sie mit aufgebaut haben, noch stärker werden wird.“ Und weiter: “Aber persönlich muss ich Ihnen sagen, dass ich Sie bei unseren Gipfeltreffen vermissen werde, das werde ich wirklich.”

Doch noch zuvor traf sich die Bundeskanzlerin mit der Vize-US-Präsidentin Kamala Harris zum Arbeitsfrühstück in ihrem Amtssitz. Ein Termin, der beinahe nicht stattgefunden hätte, schreibt Geschichte: Harris ist die erste Vize-Präsidentin, die Merkel im offiziellen Vize-Präsidenten-Sitz empfängt. Sie sei sehr geehrt, Merkel zu treffen, betont Harris bei der Ankunft Merkels, und bedankt sich für Merkels jahrlange Kanzlerschaft. Merkel sagt, sie freue sich sehr, die erste Vize-Präsidentin der Vereinigten Staaten zu treffen und sprach sich für eine Zusammenarbeit der beiden Länder in der Stärkung demokratischer Werte aus. Im anschließenden Gespräch tauschten sich die beiden über aktuelle und zukünftige geopolitische Herausforderungen sowie über die Klimakrise und neue Technologien aus.

Die deutsch-amerikanische Beziehung hat stark unter der Präsidentschaft von Donald Trump gelitten, daher sollte Merkels Besuch in den USA einen Neuanfang unter Joe Biden markieren. Merkel ist die erste Regierungschefin aus Europa, die von Biden seit seinem Amtsantritt Ende Jänner im Weißen Haus empfangen wird. In Merkels 16-jähriger Amtszeit war es ihr 23. Besuch in den USA und vermutlich der letzte. Bei der nächsten deutschen Bundestagswahl im September 2021 tritt Merkel nämlich nicht mehr an. Was sie nach der Amtsübergabe an eine andere Person mit ihrer Freizeit anfangen werde, beantwortete Merkel in ihrer Rede nach der Entgegennahme der Ehrendoktorwürde der Johns-Hopkins-Universität. Sie werde erstmal Pause machen, sie werde es nicht vermissen, ständig Entscheidungen treffen zu müssen und: „[…] dann werde ich vielleicht versuchen, was zu lesen, dann werden mir die Augen zufallen, weil ich müde bin, dann werde ich ein bisschen schlafen, und dann schauen wir mal.“

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