StartBusinessGrößte Stellenanzeige Österreichs - ÖBB eröffnet Mural am internationalen Frauentag

Größte Stellenanzeige Österreichs – ÖBB eröffnet Mural am internationalen Frauentag

Den internationalen Frauentag nahmen die ÖBB heuer als Anlass, um ein 363 Quadratmeter großes Wandbild auf dem Hauptgebäude der ÖBB Infrastruktur zu präsentieren. Der Inhalt? Eine Stellenanzeige und die Portraits von 14 weiblichen Testimonials. Sheconomy war bei dem Event vor Ort.

Die ÖBB steht vor einem Generationenwechsel: Circa ein Fünftel der derzeitigen Belegschaft geht in den nächsten Jahren in Pension. 3.000 neue Mitarbeiter:innen werden nun pro Jahr gesucht. Die Lösung des Problems liegt in der Erhöhung des Frauenanteils, so CEO Matthä laut einer Presseaussendung des Unternehmens. „Die ÖBB müssen vielfältiger, innovativer und resilienter werden. Das werden wir nur schaffen, wenn wir unseren Frauenanteil steigern und gezielt Frauen begeistern, beruflich bei den ÖBB einzusteigen. Um als Mobilitätsdienstleister besser zu werden, brauchen wir die Perspektive von Frauen. Wir können es uns einfach nicht leisten, auf das Potenzial der Hälfte der Bevölkerung zu verzichten“, so Mättha.

Im Jahr ihres 100-jährigen Jubiläums zieht die ÖBB Bilanz über den Frauenanteil ihrer Belegschaft. Aktuell liegt dieser bei 15 Prozent, 2018 lag er noch bei 12,8. Auf Führungsebene ist der Wert höher, 18 Prozent der Führungskräfte sind Frauen. Konzernweit soll der Anteil laut den Gleichstellungszielen des Unternehmens auf 17 Prozent gesteigert werden. Die Verkehrsbranche durchlebte in den letzten Jahrzehnten einen großen Wandel:  Tätigkeiten, die in der Vergangenheit schwere körperliche Arbeit erforderten, wurden von der Digitalisierung und dem technischen Fortschritt grundlegend verändert. Dieser Umstand kann durchaus dazu beitragen, Jobs für Frauen in diesem Umfeld attraktiver zu machen.

Am internationalen Frauentag startete die ÖBB eine Kampagne, um gezielt Frauen anzusprechen. 14 Mitarbeiterinnen – darunter auch ehemalige Wegbereiterinnen, die die Geschichte der ÖBB prägten – zieren nun dauerhaft die Fassade des ÖBB Hauptgebäudes am Praterstern 4. In der unteren Ecke ist im Stil der Wanted-Poster, bekannt aus alten Westernfilmen, ein leere Silhoutte zu sehen – diese soll zukünftige ÖBB-Mitarbeiterinnen darstellen.

Female Power Walk durch den Prater

Der ÖBB Female Power Walk durch den Wiener Prater (c) ÖBB Fetz

Vor der Muraleröffnung luden die ÖBB zum „Female Power Walk“ durch den Prater ein, bei dem rund 160 ÖBB Mitarbeiterinnen ein Zeichen setzten und mitmarschierten. Der zu dieser Jahreszeit sonst eher ruhige Vergnügungspark wurde durch Trillerpfeifen und eine Trommlerinnengruppe belebt. „Wir sind heute da, um unsere Kolleginnen zu unterstützen und ein starkes Zeichen zu setzen“, so eine Teilnehmerin des Power Walks, die sich erfreut über die Initiative zeigte. Endstation war das ÖBB Hauptgebäude, wo ÖBB-Infrastruktur Vorständin Silvia Angelo, ÖBB Personalchefin Martina Hacker sowie die verantwortliche Künstlerin Nadine Werjant auf die Bühne traten und Statements abgaben. Das Wandbild wurde erst gestern Abend von Illustratorin Nadine Werjant fertiggestellt, acht Tage lang arbeitete sie mit Unterstützung bei teils eisigen Temperaturen an dem Kunstwerk.

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