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„Frauen können alles, auch Führung“

Quantensprung durch Quote: Die Erwartungen an das neue Führungspositionengesetz II sind in Deutschland hoch. Es könnte Muster für die Nachbarländer werden.

Das deutsche Bundeskabinett im Bundestag hat Anfang des Jahres das Führungspositionen-Gesetz II auf den Weg gebracht. Damit soll eine gesetzlich verbindliche Mindestbeteiligung von Frauen in Vorständen von börsennotierten Top-Unternehmen sichergestellt werden. Für die deutsche Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) ist das ein historischer Durchbruch und der erste Schritt zu einer Wende in frauenfreien Vorständen.

Zwar betrifft das Gesetz nur große Unternehmen mit mehr als 2000 Mitarbeiter*innen und einem Führungsgremium das aus mehr als drei Personen besteht, die verbindliche Mindestbeteiligung von Frauen in Vorständen ist aber ein starker Impuls und soll die Gleichstellung von Frauen und Männern in Management Positionen vorantreiben. „Frauen können alles, auch Führung“ – so Giffey.

Hohe Frauenanteile in Teams zeigen positive Wirkung

Untersuchungen von Wirtschaftsberatungen zeigen, dass ein hoher Frauenanteil in Führungsetagen Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher und für Arbeitnehmer*innen Attraktiver machen. Die Zusammenarbeit in diversen Teams ist effizienter und trägt zu einer verbesserten Arbeitskultur bei. Die unterschiedliche Herangehensweise beider Geschlechter an unterschiedliche Herausforderungen führen zu effektiveren Arbeitsprozessen und tragen damit zu einer höheren Erfolgsquote bei. Frauen in Führungspositionen haben zudem eine Vorbildfunktion die sich besonders auf die weibliche Nachwuchsförderung auswirkt. Ein hoher Anteil an Frauen in Führungsetagen sendet Signale, die dazu beitragen, gender-spezifische Gesellschaftsstrukturen aufzubrechen.

Österreich hat Nachholbedarf

In Österreich besteht in puncto Gleichstellung von Frau und Mann in Führungspositionen hingegen Aufholbedarf. Von 87 Vorstandsmitgliedern in ATX notierten Unternehmen sind nur sieben Frauen. Die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ist in den Top-Unternehmen des Landes also vollkommen unterrepräsentiert. Zwar wird in Österreich immer wieder über eine ähnliche Regelung diskutiert, eine Wende zeichnet sich aber noch nicht ab.

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