StartBusinessEntrepreneurDas Märchen der 1000 "Unicorns"

Das Märchen der 1000 “Unicorns”

Es gibt mittlerweile 1000 Unternehmen, die als „Unicorns“ bezeichnet werden können. So werden Startups bezeichnet, die 1 Milliarde Dollar oder mehr wert sind. Auch österreichische Unternehmen finden sich unter diesen vielversprechenden Playern. 

Laut Daten von CB Insights ist das 1000ste Unternehmen Productboard, ein kalifornisches Produktmanagement-Unternehmen, das kürzlich eine neue Finanzierung erhielt, die es mit 1,7 Milliarden Dollar bewertet. Der Begriff „Unicorn“, stammt aus der Zeit vor zehn Jahren, als Startups mit einem derartigen Wert viel seltener waren. Aber mit tausend Unternehmen, die diese Auszeichnung erhalten, schreibt Bloomberg, dass sich die Dinge ändern und dass dies ein Beweis dafür ist, dass die privaten Märkte “überhitzt” sind. In dem Bericht heißt es, dass dies zum Teil auf den Wandel der Welt hin zu einer digitaleren Lebensweise zurückzuführen sein könnte – Softwareunternehmen werden immer wertvoller, und neue Tools machen es einfacher Technologieunternehmen zu gründen. 

Nicht alle wollen an die Börse

Während Unternehmen, die so viel wert sind längst an die Börse gehen können, haben Unicorns nicht immer das Bedürfnis, dies zu tun, schließlich können sie genug Geld von privaten Geldgebern*innen beschaffen. Darüber hinaus können sie durch den Verbleib in der Privatwirtschaft der Kontrolle und dem Kontrollverlust entgehen, der entsteht, wenn Unternehmen an die Börse gehen. Ein weiteres Unternehmen, das vor kurzem zu einem Unicorn wurde, war die Kreditvergabeplattform Happy Money, die nach einer Serie D-1 für 50 Millionen Dollar eine Bewertung von 1,1 Milliarden Dollar erreichte.

Auch österreichische Startups mischen mit

Mit GoStudent und Bitpanda hat Österreich im vergangenen Jahr zwei neue Unicorns bekommen, für die der Weg an die Börse nun offen steht. Weitere österreichische Unicorns sind TTTech Auto und Tricentis, hinzu kommen auch Copa-Data, Hersteller von Industrie-Automatisierungssoftware mit Sitz in Salzburg und einem Jahresumsatz 2021 von 64 Millionen Euro; sowie Loxone, Hersteller von Smart-Home-Lösungen mit Sitz in Oberösterreich. Dahinter entsteht eine ganze Reihe von Scale-ups, von denen viele selbst noch das Potenzial haben, die Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar zu erreichen.

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