Die BKS Bank AG konnte im Geschäftsjahr 2025 ein solides Ergebnis erzielen und bleibt damit nur knapp unter den Rekordwerten der Vorjahre. Das Jahresergebnis nach Steuern beläuft sich auf 147,0 Millionen Euro.

Vorstandsvorsitzender Nikolaus Juhász zieht eine positive Bilanz und betont, dass das operative Ergebnis trotz gestiegener Belastungen – etwa durch eine höhere Bankenabgabe und sinkende Leitzinsen – nur leicht zurückgegangen sei. Gleichzeitig überschritt das Eigenkapital erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro.

Höchste Dividende in der Unternehmensgeschichte

Auf Basis des guten Ergebnisses plant die Bank eine deutliche Erhöhung der Dividendenausschüttung. Insgesamt sollen 22,9 Millionen Euro an die Aktionärinnen und Aktionäre ausgezahlt werden.

Die Dividende je Aktie steigt um 25 Prozent auf 0,50 Euro und erreicht damit den höchsten Wert in der Geschichte der Bank.

Dynamik im Kreditgeschäft

Besonders stark entwickelte sich das Kreditgeschäft. 2025 wurden neue Kredite im Umfang von 1,8 Milliarden Euro vergeben, was einem Plus von 8,7 Prozent entspricht. Im Privatkundensegment fiel das Wachstum mit 39 Prozent besonders deutlich aus.

„Auch wenn es viele Unsicherheitsfaktoren gibt, investieren unsere Kundinnen und Kunden wieder verstärkt in die Zukunft und fokussieren auf Chancen statt nur auf Risiken“, sagt Nikolaus Juhász.

Auch im Bereich der Wohnbaufinanzierung zeigt sich eine Erholung: Das Neugeschäft stieg auf 170,9 Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür sind unter anderem gesunkene Zinsen sowie stabilisierte Bau- und Immobilienkosten.

Nachhaltigkeit bleibt Wachstumstreiber

Ein zentraler Wachstumsmotor bleibt das Geschäft mit nachhaltigen Finanzierungen. Dieses erreichte 2025 ein Volumen von 1,4 Milliarden Euro und damit einen neuen Höchststand. In den vergangenen vier Jahren ist das Volumen um rund 150 Prozent gewachsen.

„Auch wenn das Thema politisch etwas in den Hintergrund gerückt ist, wird weiter in Photovoltaik, energieeffiziente Industrieanlagen und andere grüne Projekte investiert. Die Unternehmen wissen ganz genau, dass sich Nachhaltigkeit auch ökonomisch rechnet“, ist Juhász überzeugt.

Auch auf der Anlageseite bleibt Nachhaltigkeit gefragt: Das Volumen nachhaltiger Veranlagungen stieg um mehr als 70 Prozent auf 561,9 Millionen Euro. Das neu eingeführte Sparkonto „Mein Geld-Konto Nachhaltig Plus“ verzeichnete innerhalb weniger Monate Einlagen von 161,6 Millionen Euro.

Wachstum im Wertpapiergeschäft

Das Wertpapiergeschäft entwickelte sich ebenfalls positiv. Das Provisionsergebnis legte um 11,2 Prozent zu, während das Depotvolumen um 13,4 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro anwuchs.

Insgesamt betreut die Bank mittlerweile Kundengelder in Höhe von 23,3 Milliarden Euro – ein Plus von 10,3 Prozent. Auch die Primäreinlagen stiegen deutlich.

Solide Kapitalbasis und stabile Risiken

Die Kapitalausstattung der Bank bleibt weiterhin robust. Die harte Kernkapitalquote liegt bei 15,0 Prozent und damit deutlich über den regulatorischen Anforderungen. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern beträgt 8,3 Prozent.

Auch beim Risiko zeigt sich ein stabiles Bild: Die Quote notleidender Kredite liegt bei 3,5 Prozent und ist laut Vorstand ein guter Wert im Branchenvergleich. „Trotz mehrerer Rezessionsjahre in Österreich und eines angespannten Immobilienmarktes ist unser Risikoaufwand nur leicht gestiegen“, so Juhász.

Geopolitische Unsicherheiten prägen den Ausblick

Der Blick auf das Jahr 2026 bleibt von Unsicherheiten geprägt, insbesondere durch geopolitische Entwicklungen. Die Bank analysiert laufend mögliche Auswirkungen, etwa durch steigende Energiepreise oder gestörte Lieferketten.

„Wir sind in engem Austausch mit unseren Kunden und analysieren laufend die Auswirkungen gestiegener Energiepreise und gestörter Lieferketten“, betont Juhász.

Klare Ziele und Fokus auf Digitalisierung

Für 2026 setzt sich die Bank ambitionierte Ziele: Sowohl das Zins- als auch das Provisionsergebnis sollen gesteigert werden. Zudem wird ein Wachstum der Kreditvergabe angestrebt sowie eine Stabilisierung der Risikokennzahlen.

Parallel dazu treibt die BKS Bank ihre Digitalisierungsstrategie weiter voran. Investitionen in digitale Services und die Weiterentwicklung bestehender Anwendungen stehen im Fokus. So soll unter anderem eine zentrale App entstehen, die mehrere bestehende Anwendungen zusammenführt.

Auch die Nutzung digitaler Plattformen wächst stetig. Seit 2020 konnte die Zahl der digitalen Zugänge deutlich gesteigert werden. IT-Vorstand Dietmar Böckmann sieht darin eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses und verweist auf das positive Feedback der Kundinnen und Kunden.

Kontinuität mit Blick nach vorne

Mit einem stabilen Ergebnis, wachsender Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und klaren strategischen Zielen sieht sich die BKS Bank gut für die kommenden Jahre aufgestellt. Trotz eines herausfordernden Umfelds will das Institut seinen Wachstumskurs fortsetzen und gleichzeitig in Zukunftsthemen wie Digitalisierung und nachhaltige Finanzierung investieren.

Caroline Knauder
Erfolg