Lebensläufe sind zumeist keine sonderlich spannende Lektüre. Ihrer ist anders: Sie waren unter anderem Führungskraft beim Roten Kreuz, Vermittlerin in der Kultur, Pädagogin im Hochschulwesen, Gründerin des Kompetenznetzwerks „Funkenflug“. Sind Sie ein Mensch, der Abwechslung liebt?
Mein Lebensweg war selten geplant, aber immer geprägt von Neugier. Ich wollte verstehen, entdecken, wachsen. Mein Start war ein anderer: Meine Eltern entschieden. Mein Bruder macht Matura, meine Schwester und ich eine Lehre. Bildung war für mich immer Freiheit, und die habe ich mir Stück für Stück erarbeitet, mit viel Ausdauer und Leidenschaft. Dass ich immer wieder in Führungsrollen gerutscht bin, war nie mein Ziel, sie fanden mich. Und ja, sie sind anstrengend. Entscheidungen zu treffen, bedeutet oft auch, schwere Lasten zu tragen. Aber es lohnt sich. Denn nur, wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, kann wirklich etwas bewegen.
Sie sind heute Geschäftsführerin bei she:works. Worin sehen Sie die Aufgabe von she:works?
Ich sehe jeden Tag, was es bedeutet, wenn eine Frau nach langer Zeit wieder an sich glaubt, wenn sie eine Chance bekommt und nutzt. Wir begleiten
Frauen, die Umwege gegangen sind, Frauen aus anderen Kulturen, die viel können, aber nicht immer gesehen werden. Wir verbinden sie mit Unternehmen, die bereit sind, Potenziale statt Lücken im Lebenslauf zu sehen. Unsere Aufgabe ist: Türen öffnen. Mut machen. Frauen stärken – bis sie selbst sicher stehen. Denn jede verdient einen Platz in der Arbeitswelt, der ihr gerecht wird.
Ein besonderes Augenmerk wird bei she:works auf die Chancen von über 50-Jährigen gelegt. Warum ist es so wichtig, diese Altersgruppe zu unterstützen?
Ich bin selbst ein „Silver Girl“ – über 50 – und weiß, was diese Lebensphase mit sich bringt. Unser Körper verändert sich, die Wechseljahre fordern uns – aber gleichzeitig haben wir so viel Klarheit, Erfahrung und eine Intuition, die uns leitet. Und doch zögern viele Frauen, ihre Möglichkeiten wirklich auszuschöpfen. Dabei braucht uns die Arbeitswelt – mit all unserem Weitblick und unserer Entschlossenheit. Bei she:works unterstützen wir Frauen, ihren Platz selbstbewusst einzunehmen – sei es in einer Anstellung oder in der Selbstständigkeit.
Zu welcher Karriereplanung würden Sie einer Frau raten, die auch eine Familie
gründen möchte?
Muttersein darf keine Armutsfalle sein. Frauen mit Kindern tragen immer noch die größten Opportunitätskosten – finanziell, beruflich und oft auch gesellschaftlich. Trotzdem spüre ich über die Jahre als Mutter tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit. Als Mütter lernen wir Resilienz, wir wachsen an Herausforderungen und finden Lösungen. Ja, ich empfehle jeder Frau, Kinder zu bekommen. Aber ich empfehle auch, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Wir dürfen Mutter sein – und trotzdem unsere finanzielle Unabhängigkeit sichern. Bei she:works begleiten wir Frauen dabei, genau diesen Weg zu gehen.
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2. Female Business Mingle für Frauen rund um 50
Fr, 09. Mai 2025
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