Mit August 2026 übernimmt Agnes Sturma die Leitung des Departments Gesundheitswissenschaften an der Hochschule Campus Wien. Gleichzeitig bleibt sie Leiterin des Bachelorstudiengangs Physiotherapie. In ihrer neuen Funktion folgt sie auf Andrea Hofbauer, die das Department in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt und weiterentwickelt hat und im Herbst in den Ruhestand tritt.

Sturma ist mit der Hochschule Campus Wien seit vielen Jahren eng verbunden und kennt die Institution sowohl aus der Perspektive einer Absolventin als auch aus Forschung, Lehre und akademischer Leitung. 2011 schloss sie ihr Bachelorstudium Physiotherapie ab, drei Jahre später folgte der Master in Health Assisting Engineering.

Bereits während ihres Masterstudiums war sie an der Medizinischen Universität Wien im Klinischen Labor für Bionische Extremitätenrekonstruktion tätig. Dort arbeitete sie in einem interdisziplinären Umfeld, betreute Patientinnen und Patienten physiotherapeutisch und entwickelte zugleich neue Behandlungskonzepte, die sie wissenschaftlich aufbereitete.

Verbindung von klinischer Praxis, Forschung und Lehre

Nach ihrem Masterstudium setzte Sturma ihre wissenschaftliche Arbeit im Rahmen eines Doktorats in angewandten medizinischen Wissenschaften fort und verband diese eng mit ihrer klinischen Tätigkeit. Parallel dazu kehrte sie an die Hochschule Campus Wien zurück, zunächst als Lehrende und Forscherin im Studiengang Health Assisting Engineering. Diesen leitete sie zwischen 2015 und 2016 auch interimistisch.

Weitere Forschungsstationen führten sie an die Medizinische Universität Wien sowie an das Imperial College London. Seit 2022 steht Sturma dem Bachelorstudiengang Physiotherapie vor. In dieser Funktion setzte sie unter anderem auf eine stärker evidenzbasierte und forschungsorientierte Ausbildung sowie auf eine enge Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung.

Mit der Übernahme des Departments verantwortet sie nun den größten Fachbereich der Hochschule Campus Wien. „Das Department Gesundheitswissenschaften vereint exzellente Lehre, gelebte Praxisnähe und eine starke Forschungsorientierung. Diese Entwicklung weiter voranzutreiben und gemeinsam mit meinem Team die Gesundheitsberufe von morgen mitzugestalten, ist für mich eine große und zugleich sehr motivierende Aufgabe.“

Expertise in Rehabilitation und Prothetik

Auch in der Forschung verfügt Sturma über einen ausgewiesenen Schwerpunkt. Ihre wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit der Rehabilitation nach nervenchirurgischen Eingriffen sowie mit der funktionellen Wiederherstellung von Extremitäten nach schweren Verletzungen oder Amputationen.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Nachbehandlung von Nervenverletzungen und modernen prothetischen Versorgungskonzepten. Dabei arbeitet sie interdisziplinär und verbindet chirurgische Verfahren mit innovativen Ansätzen in der Rehabilitation. Auch technologische Entwicklungen spielen in ihrer Arbeit eine wichtige Rolle, wobei sie unter anderem von ihren Studienerfahrungen an der TU Wien profitiert.

Ihre Expertise bringt Sturma regelmäßig in die Fachcommunity ein. Neben Vorträgen bei nationalen und internationalen Konferenzen veröffentlichte sie Beiträge in Tagungsbänden, Fachbüchern und wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Mehrere internationale Auszeichnungen würdigen ihre Arbeit.

Darüber hinaus engagiert sie sich im Berufsverband Physio Austria. Dort war sie unter anderem an der Gründung des Netzwerks Forschung in der Physiotherapie beteiligt und übernimmt als Koordinatorin Verantwortung für dessen Weiterentwicklung.

Interprofessionalität als strategischer Schwerpunkt

Rektor Heimo Sandtner sieht in der Bestellung eine wichtige Weichenstellung für die weitere Entwicklung des Departments: „Das Department Gesundheitswissenschaften vereint eine außergewöhnliche inhaltliche Vielfalt – das verlangt nach einer Führung, die fachliche und wissenschaftliche Tiefe mit strategischem Weitblick verbindet. Mit Agnes Sturma übernimmt eine Expertin diese Funktion, die umfassende Forschungserfahrung, Leitungskompetenz und eine starke institutionelle Verankerung mitbringt. Mein besonderer Dank gilt zugleich Andrea Hofbauer für ihr langjähriges und prägendes Engagement im Department und an der gesamten Hochschule“, sagt Sandtner.

Auch Andrea Hofbauer blickt auf die Entwicklung des Departments zurück und betont insbesondere die Fortschritte bei der interprofessionellen Zusammenarbeit und der Forschungsorientierung: „In den vergangenen Jahren konnten wir das Department in zentralen Bereichen weiterentwickeln – von der Stärkung der Interprofessionalität bis zur konsequenten Forschungsorientierung. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir die Vielfalt an Disziplinen zu einem gemeinsamen, starken Ganzen formen konnten. Ich danke allen Kolleg:innen, Studierenden sowie Partner:innen und wünsche Agnes Sturma für die Weiterentwicklung des Departments viel Erfolg und Gestaltungsfreude“, so Hofbauer abschließend.

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HCW/Schedl
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