Er ist die höchste Auszeichnung für Unternehmen im Bereich Innovation: Der Staatspreis Innovation, der im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus in Kooperation mit den Bundesländern von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) verliehen wird. Jedes Jahr treten die innovativsten Unternehmen des Landes an, um die begehrte Auszeichnung zu erlangen. Prämiert werden dabei Leistungen, die nicht nur in Teilbereichen, sondern einzelwirtschaftlich und volkswirtschaftlich, aber auch gesellschafts- und umweltpolitisch allerhöchsten Ansprüchen gerecht werden. Neben dem Staatspreis Innovation werden auch der Sonderpreis ECONOVIUS verliehen durch die WKÖ und – in diesem Jahr zum letzten Mal – der Sonderpreis VERENA powered by VERBUND vergeben. 

Das Prozedere für Teilnahme ist komplex: Zunächst werden in jedem Bundesland regionale Innovationspreise ausgetragen. Anhand dieser Auszeichnungen ermitteln die Kooperationspartner:innen in den Bundesländern ihre Teilnehmer:innen und melden sie der aws. Dabei werden Bewerbungen an die Einreichstelle des jeweiligen Bundeslandes gerichtet, in dem sich der Firmensitz befindet. Pro Bundesland können bis zu drei Unternehmen zum Staatspreis Innovation und jeweils ein Unternehmen zum Sonderpreis ECONOVIUS und zum Sonderpreis VERENA entsendet werden. 

Anschließend wählt eine Fachjury aus diesem Kandidat:innen-Kreis der Entsendungen die maximal sechs besten Projekte aus, die offiziell zum Staatspreis Innovation nominiert werden. Darüber hinaus werden maximal vier Nominierte für den Sonderpreis ECONOVIUS, sowie maximal vier Nominierte für den Sonderpreis VERENA gekürt. Den Abschluss des Wettbewerbs bildet eine festliche Verleihungsfeier, bei der die innovativsten Unternehmen dem Publikum vorgestellt und mit einer Nominierungsurkunde gewürdigt werden. Höhepunkt des Abends ist die Auszeichnung der erstplatzierten Projekte.

Teilnehmen können österreichische Firmen, die innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Die Umsetzung der Innovation sollte weitgehend abgeschlossen sein, zumindest erste Erfahrungen über die Auswirkungen sollten bereits vorliegen. Im Mittelpunkt der Jurybewertung stehen die Bewertung des Produktes, Verfahrens oder der Dienstleistung, relevante unternehmerische Daten sowie die Auswirkungen der Innovation auf Markt, Umwelt und Gesellschaft.

Katharina Unger, Gründerin LIVIN farms

„Der Staatspreis Innovation macht sichtbar, wie viel Innovationskraft in österreichischen Unternehmen steckt,“ sagt Katharina Unger, Gründerin des 2024 nominierten StartUps LIVIN farms, das eine automatisierte Insektenmasttechnologie entwickelt, die es ermöglicht, industrielle organische Reststoffe für die Herstellung wertvoller Rohstoffe wie Protein zu nutzen. „Gerade bei solchen Technologien braucht es Mut, langfristiges Denken und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Der Staatspreis gibt innovativen Unternehmen Sichtbarkeit und bestärkt sie darin, Lösungen weiterzuentwickeln, die ganze Branchen verändern können.“ 

Auch Lisa Krapinger-Rüther, die 2021 mit dem Projekt „breathe ilo“ nominiert war und heute als Senior Vice President Digital bei NEOH tätig ist, schätzt die Motivationskraft des Staatspreises Innovation: „Er ist eine der renommiertesten Auszeichnungen, die Österreich zu vergeben hat. Er würdigt Unternehmen, die nicht nur gute Ideen haben, sondern auch den Mut, sie umzusetzen und damit etwas zu bewegen. Dabei sein zu dürfen und am Ende sogar ausgezeichnet zu werden, war ein wirklich schöner Moment meiner beruflichen Laufbahn und Antrieb weiterhin mutig und innovativ zu arbeiten.“

Lisa Krapinger-Rüther, Senior Vice President Digital bei NEOH

Ihr Erfolgs-Tipp für die Entwicklung innovativer Unternehmen: „Ich bin fest überzeugt: Ein gutes Team ist immer ein diverses Team. Innovation entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Denkweisen aufeinandertreffen. Gerade weil wir verschieden sind, können wir einander herausfordern und gemeinsam zu Höchstleistungen anspornen. Ein homogen aufgestelltes Unternehmen läuft Gefahr, immer wieder dieselben Antworten auf neue Fragen zu finden.“ Weibliche Führungskräfte bringen laut Krapinger-Rüther genau die Blickwinkel ein, die sonst fehlen würden: „Und das ist ein echter Wettbewerbsvorteil.“ Besonders deutlich ist das ihrer Erfahrung nach im Femtech-Bereich: „Dort kann Innovation ohne Frauen am Tisch schlicht nicht stattfinden. Wer echten Fortschritt erreichen will, muss die tatsächlichen Probleme kennen, sie erkennen und mit Verständnis daran arbeiten. Für mich steht daher fest, dass Vielfalt gefördert werden muss.“

Katharina Unger sieht das ähnlich: „Als Gründerin in einem technologisch geprägten Industriebereich weiß ich, wie wichtig es ist, neue Perspektiven einzubringen und bestehende Strukturen zu hinterfragen. Weibliche Führungskräfte können dazu beitragen, Innovation anders zu denken und neue Lösungswege aufzuzeigen. Dafür müssen Frauen in Führungspositionen selbstverständlich werden, nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlicher Teil einer vielfältigen Wirtschaft.“

Croce&Wir, Thomas Hofmann/NEOH, LIVIN farms
Innovatorinnen Advertorial Technik