Dorothea von Boxberg ist seit 1. September Personalvorständin der BMW Group. Damit wechselte die bisherige CEO von Brussels Airlines in eine neue Branche und übernimmt zugleich erstmals ein Vorstandsressort beim Münchner Automobilkonzern.

Ihre Karriere ist eng mit der Luftfahrt verbunden. Seit April 2023 führt von Boxberg die belgische Lufthansa-Tochter Brussels Airlines. Zuvor hatte sie verschiedene Führungspositionen innerhalb des Lufthansa-Konzerns inne. Bei Lufthansa Cargo war sie unter anderem Vorstandsvorsitzende und Finanzchefin. Bei der Lufthansa selbst war sie zuletzt ebenfalls für ein Vorstandsmandat im Gespräch, kam dort jedoch nicht zum Zug.

Technischer Hintergrund trifft Transformationserfahrung

Für ihre neue Aufgabe bringt von Boxberg nicht nur langjährige Managementerfahrung, sondern auch einen technischen Ausbildungshintergrund mit. Sie studierte Wirtschaftsingenieurwesen und Betriebswirtschaftslehre in Berlin und Paris und arbeitete nach ihrem Studium zunächst mehrere Jahre in der Unternehmensberatung.

Bei BMW soll sie ihre Erfahrung aus unterschiedlichen Transformationsprozessen nun in einer anderen Industrie einbringen. Aufsichtsratschef Nicolas Peter sieht darin einen wichtigen Vorteil: „Dorothea von Boxberg bringt nicht nur umfangreiche Erfahrung in der Umsetzung von Transformationsprozessen mit, sondern auch einen Blick von außen auf unsere Industrie.“ Ihr technischer Hintergrund passe zugleich zur BMW Group. Von Boxberg verfüge zudem über die notwendige Führungsstärke, um die anstehenden strukturellen Veränderungen voranzutreiben.

Auch BMW-Chef Milan Nedeljković verweist auf die Veränderungen, vor denen der Konzern steht. Neue Herausforderungen würden eine konsequente Anpassung von Strukturen und Arbeitsweisen erfordern. Von Boxberg soll den Vorstand bei dieser Entwicklung künftig unterstützen.

Wechsel im Personalressort

Von Boxberg folgt auf Ilka Horstmeier, die ihr Vorstandsmandat für Personal und Immobilien im Rahmen einer vorgezogenen Nachfolgeregelung abgibt. Die Betriebswirtin war seit mehreren Jahren für das Ressort verantwortlich und hatte innerhalb des Konzerns zeitweise auch als mögliche Kandidatin für den CEO-Posten gegolten.

In ihrer Amtszeit standen unter anderem weitreichende Veränderungen am BMW-Stammsitz sowie Anpassungen bei den Personalkosten auf der Agenda. Zuletzt rückte vor allem der geplante Stellenabbau in den Mittelpunkt. BMW muss angesichts der schwierigen Geschäftsentwicklung, insbesondere in China, seine Kosten deutlich reduzieren. Bis zu ihrem Ausscheiden im September soll Horstmeier die laufenden Gespräche über den Abbau von Stellen und mögliche Instrumente wie Abfindungen, Altersteilzeit und Vorruhestand noch begleiten.

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