StartInnovationWOMENinICT: Digital Healthcare als Schwerpunkt zum Jahresauftakt

WOMENinICT: Digital Healthcare als Schwerpunkt zum Jahresauftakt

Beim Neujahrsempfang des VÖSI-Frauennetzwerks WOMENinICT stand Digital Healthcare im Mittelpunkt. Gastgeberin MP2 IT-Solutions setzte damit einen inhaltlichen Fokus auf Gesundheit und Daten und auf die Rolle weiblicher Expertise in der digitalen Transformation.

Gesundheit wird digital und damit wird die Frage zentral, wessen Daten und Perspektiven in digitalen Lösungen abgebildet sind. Genau dort setzte WOMENinICT beim Neujahrsempfang an: Digital Healthcare als Schwerpunkt, verbunden mit dem Anspruch, Mädchen und Frauengesundheit in der Datennutzung und in der Entwicklung mitzudenken.

Am 13. Jänner lud das Frauennetzwerk WOMENinICT des Verbands Österreichischer Software Innovationen (VÖSI) zum Neujahrsempfang bei WOMENinICT-Gründungsmitglied MP2 IT-Solutions. Im Mittelpunkt stand Digital Healthcare, ein Bereich, dem MP2 IT-Solutions mit einem eigenen Competence Center besondere Bedeutung beimisst. Rund 50 WOMENinICT-Botschafterinnen nutzten den Abend für fachlichen Austausch und Networking.

Gastgeberin und WOMENinICT-Mitbegründerin Gerlinde Macho betonte, dass Digital Healthcare exemplarisch zeige, wie Technologie, Mensch und Verantwortung zusammenspielen können. Wichtig sei dabei, auch explizit auf Mädchen und Frauengesundheit zu achten und entsprechende Daten zu nützen. „WOMENinICT und MP2 IT-Solutions stehen gemeinsam für Innovation mit Haltung und dafür, dass wir chancengerecht die Zukunft aktiv mitgestalten“, so Macho.

Den fachlichen Impuls setzte Ärztin und Fachexpertin Prim. Karin Stengg mit einem Vortrag über Longevity. Sie sprach über individuelle Therapien, um Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen, und über die Möglichkeit, Gesundheitsspannen zu verlängern, wenn Risiken und Veranlagungen frühzeitig erkannt werden. „Ein gutes biologisches Alter zu erhalten und damit die Gesundheitsspanne zu verlängern, ist durch frühzeitiges Erkennen von Risiken und Veranlagungen mit Kenntnis der Genetik und Epigenetik möglich“, sagte Stengg.

WOMENinICT, gegründet im Februar 2020, will Frauen in der ICT-Branche sichtbarer machen und mehr Frauen für die Branche gewinnen. Aktuell engagieren sich rund 230 ehrenamtliche WOMENinICT-Botschafterinnen, sie gehen auch in Schulen, um Barrieren und Klischees abzubauen und Mädchen für IT-Jobs zu begeistern. Mit dem Mentoring-Programm GRACE wurden bislang rund 200 Frauen betreut, auch 2026 ist ein weiterer Durchlauf geplant.

Der Handlungsbedarf bleibt hoch. Laut VÖSI-Branchenstudie liegt der Frauenanteil in der ICT-Branche bei 18 Prozent. WOMENinICT-Vorsitzende Christine Wahlmüller-Schiller kündigte für 2026 eine Neuauflage der Branchenstudie an und verwies auf die Schwerpunkte für das Jahr: „Unser Ziel ist es, 2026 den Fokus noch stärker auf unser Engagement im Bildungs- und Ausbildungsbereich und auf unser Mentoring Programm zu legen. Wir wollen Mädchen und Frauen als Gestalterinnen der digitalen Zukunft gewinnen, bestärken und unterstützen“, so Wahlmüller-Schiller.

Auch Sabine Seidler, MINT-Beauftragte der Stadt Wien und ehemalige Rektorin der TU Wien, hob die Bedeutung des Netzwerks hervor und unterstrich den Stellenwert von Innovation, Diversität und weiblicher Expertise in der digitalen Transformation.

WOMENinICT wird zudem beim VÖSI Software Day am 19. Jänner 2026 in der Wirtschaftskammer Österreich vertreten sein. Zahlreiche Botschafterinnen bringen dort ihre Expertise ein, darunter Astrid Zöchling (CIO ORF), Susanne Tischmann (CIO ÖAMTC) und Barbara Hotwagner (CIO Gesundheit Österreich).


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