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Wird Silber das neue Gold?

Wer Geld in Form von Edelmetallen anlegen will greift in den meisten Fällen zum Gold. Doch der Silberpreis stieg zu Beginn der weltweiten Corona Pandemie stark an und hält sich seitdem auf einem Preisniveau von über 23 Dollar pro Unze. Ist Silber für Geldanlagen also attraktiver geworden?

Wenn man sich den Silberpreis über das vergangene Jahr ansieht könnte man meinen, dass Silber der neueste Trend ist. Denn dieser hat sich während der Corona-Pandemie mehr als verdoppelt. Doch damit sind die Rekordhochs des glänzenden Edelmetalls noch bei weitem nicht erreicht. Anfang der 80er Jahre erzielte der Silberpreis ein Rekordhoch von knapp 50 Dollar, ebenso nach der Staatsschuldenkrise der USA 2011. Zurückzuführen ist das einerseits auf die Spekulation von Investor*innen, andererseits aber auch auf die Nachfrage der Industrie. Denn mehr als die Hälfte des weltweiten Silberhandels wird von der industriellen Nachfrage bestimmt. Silber wird beispielsweise in der Herstellung von Filmen für die Fotografie oder Silberware eingesetzt.

In Österreich hat Silber jedenfalls keine Tradition als Geldanlage. Anders wie Gold sind Silber und andere Edelmetalle in Österreich nicht von der Mehrwertsteuer befreit. Auf den Silberpreis kommen daher nochmal 20% Mehrwertsteuer. Es wäre also ein Kursgewinn von mehr als 20% nötig, um den steuerlichen Nachteil wieder reinzubekommen. Noch dazu schwankt der Silberpreis viel zu stark. Daher ist Silber in Österreich kein gefragtes Verkaufs- oder Anlegeprodukt. Unter Münzsammler*innen und Liebhaber*innen sind Silbermünzen jedoch nach wie vor eine gefragte Ware. Wer also Geld sinnvoll und wertsicher in Edelmetalle anlegen möchte, bleibt beim Gold.

 

 

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FotomaterialPixabay

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