Undichte Ventile, versteckte Schäden oder ungeplante Ausfälle zählen zu den größten Risiken die in Industrieanlagen betreffen können. Das Wiener Start-up Senseven versucht mit einer KI-basierten Lösung, die industrielle Inspektionen einfacher, schneller und effizienter macht, diese Risiken zu minimieren. Für die Technologie-Innovation wurde das Unternehmen kürzlich bei der #glaubandich CHALLENGE der Erste Bank und Sparkassen als „Startup des Jahres 2026“ ausgezeichnet.

Gegründet wurde Senseven 2021 in Wien von einem interdisziplinären Team aus Ingenieur*innen, Entwickler*innen und Strateg*innen. Das Start-up entwickelt digitale Lösungen für industrielle Inspektionen, ein Bereich, der vielerorts noch stark manuell geprägt ist. Senseven verbindet dabei Hardware, Software und KI in einem mobilen Inspektionssystem. Die Anwendung soll Inspektionen nicht nur schneller, sondern auch leichter zugänglich machen. Statt aufwendiger manueller Prüfungen können Daten digital erfasst und direkt ausgewertet werden. Die komplexen Industrieinspektionen werden damit auch für Werksteams ohne Spezialausbildung zugänglich.

Schallemissions-Sensorik und künstliche Intelligenz

Im Fokus steht die Lösung „Valve Sense“. Mithilfe von Schallemissions-Sensorik und künstlicher Intelligenz analysiert das System industrielle Ventile oder Kondensatableiter und erkennt Auffälligkeiten oder mögliche Defekte frühzeitig. Die Daten werden über eine App analysiert und von KI-Modellen interpretiert.

Die Technologie unterstützt Unternehmen dabei, Probleme bereits zu identifizieren, bevor größere Schäden oder Ausfälle entstehen. Gerade in Industriebetrieben verursachen ungeplante Stillstände hohe Kosten und bergen Sicherheitsrisiken. In großen Industrieanlagen können tausende Ventile verbaut sein. Besonders im Energie-, Öl- und Chemiesektor ist präventive Wartung deshalb ein entscheidender Faktor.

Bereits heute ist Senseven in mehr als 40 Ländern aktiv. Zu den Einsatzbereichen zählen Gasspeicher, Raffinerien oder Offshore-Plattformen. Laut dem Unternehmen nutzen internationale Industrieunternehmen die Technologie bereits weltweit. Gleichzeitig arbeitet das Team daran, neue Branchen wie die Lebensmittelproduktion, Pharma oder Papierindustrie zu erschließen. Die Skalierung scheint vielversprechend: Schon 2023 holte sich Senseven mit i.safe MOBILE einen strategischen Investor an Bord.

#glaubandich CHALLENGE 2026

Die #glaubandich CHALLENGE, eine der bekanntesten Startup-Initiativen Österreichs der Erste Bank Sparkasse zeichnet innovative Geschäftsmodelle mit Wachstumspotenzial aus. Das Gewinner-Team der Challenge 2026 ist das Startup Senseven aus Wien

„Wir freuen uns außerordentlich über diese Auszeichnung“, sagte Mitgründerin und CGO Anna Grausgruber nach dem Gewinn der #glaubandich CHALLENGE. „Dieser Wettbewerb ist ein wichtiges Signal: Mut, Innovationsgeist und der Glaube an die eigene Idee zahlen sich aus.“ Der Preis gilt als eine der bekanntesten Startup-Initiativen Österreichs und zeichnet innovative Geschäftsmodelle mit Wachstumspotenzial aus.

Dass ein österreichisches Start-up mit einer spezialisierten Industrieanwendung international wächst, zeigt auch, wie stark europäische Deep-Tech-Lösungen aktuell gefragt sind. Während vielerorts über KI gesprochen wird, setzt Senseven sie bereits ganz konkret dort ein, wo große Datenmengen, Sicherheitsanforderungen und komplexe Prozesse zusammenkommen.

Besonders relevant ist die Lösung vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Energieeffizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Industrieunternehmen stehen zunehmend unter Druck, Anlagen ressourcenschonender und zuverlässiger zu betreiben. Durch frühzeitige Fehlererkennung sollen Emissionen reduziert, Wartungszyklen optimiert und Ressourcen effizienter eingesetzt werden.

Senseven zeigt damit, wie aus einer technologischen Idee ein konkreter Mehrwert für Industrie, Sicherheit und Nachhaltigkeit entstehen kann – made in Austria.

© 2025 Senseven GmbH
© Erste Bank / Daniel Hinterramskogler
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