Ihr wird eine Hands-on-Mentalität nachgesagt. Und die bestätigt sich direkt bei Shooting-Beginn: Da greift Daniela Bauer sofort selbst zum Putztuch, um die Wasserflecken wegzuwischen, mit denen der Wiener Nieselregen die Motorhaube des smart #5 gesprenkelt hat. Kurz danach beruhigt sie noch den Platzwart, der Angst um den Stadion-Rasen hat. Der braucht zum Zeitpunkt des Interviews Mitte Februar viel Liebe mittels künstlichen Lichts. 

Seit Herbst vergangenen Jahres ist Daniela Bauer Geschäftsführerin Wirtschaft des österreichischen Traditionvereins SK Rapid Wien – und damit für Finanzen, Marketing und digitale Geschäftsfelder zuständig. Der Fußballclub steckt aktuell in einer Krise: Der letzte Meistertitel ist 18 Jahre her, es gibt Diskrepanzen mit den Fanclubs. 

Nach fünf Jahren in München cruist Daniela Bauer nun wieder durch Wien

Daniela Bauer bringt die Kompetenzen und Erfahrungen mit, die jetzt gefragt sind: Sie hat in der DFL (Deutsche Fußball Liga) sehr eng mit den insgesamt 36 Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga zusammengearbeitet und bei der Allianz die „Family of Stadiums“ aufgebaut – also alle acht Stadien weltweit betreut (neben Wien in München, Turin, Nizza, São Paolo, Sydney, London und Minnesota). Plus: Sie liebt diesen Sport und „ihren“ Verein Rapid Wien: „Meine Familie war immer schon grün-weiß – Opa, Papa, Bruder … Ich erinnere mich noch an mein erstes Spielerlebnis, damals noch im alten Gerhard-Hanappi-Stadion. Es macht mir so viel Freude zu sehen, was für eine Kraft Fußball hat: für die Gesellschaft, indem er Zusammenhalt stärkt, und für Partner, indem er Emotionen vermittelt“, erklärt die Niederösterreicherin. Einer dieser recht neuen Partner ist smart. Logisch also, dass wir unser Gespräch im aktuellen Flaggschiff, dem Kompakt-SUV #5 in der Variante „Summit Edition“, fortsetzen. Die Automarke hat sich vor ein paar Jahren neu erfunden – mit einer „Elektro-Only“-Strategie und komplett neuer Modellreihe, die im kommenden Herbst mit dem Comeback des kultigen Zweitsitzers ergänzt wird. „smart hat gezeigt, wie man als Marke innovativ ist, ohne dabei seine DNA zu verlieren“, sagt Daniela Bauer. „Das haben auch wir bei und mit Rapid vor.“ Der gemeinsame Claim lautet „Zusammenhalt, der bewegt“, und der tut auch mal weh: So haben Fußballverein und Fahrzeughersteller im vergangenen November vor dem Stadion einen Tattoo-Stand aufgebaut, der das Gründungsjahr 1899 und einen Teil des Wappens als Motive anbot. „smart ist vor allem ein kreativer, nicht nur kommerzieller Partner“, erklärt die Managerin. Man arbeite auf Augenhöhe zusammen und zwar dort, wo echte Fan-Aktivierung stattfinde. 

Fahrzeug mit Aussicht: Das Panoramadach beschert bei der Testfahrt 360°-City-Vibes

Der Testwagen löst in jedem Fall Begeisterung für das Design aus, da stimmt von der coolen, matt anmutenden Exterieurfarbe („Terragrün“ genannt, „Schlamm“ trifft’s aber auch), über die rahmenlosen Türen mit ausfahrenden Griffen bis hin zu den zweifarbigen Außenspiegeln und Kopfstützen alles. Auch der Komfort enttäuscht nicht: Der Innenraum ist geräumig, die Rückbank gemütlich mit guter Beinfreiheit. In diesem Auto kann man sogar recht bequem schlafen (heißt „Camping-Modus“ und taugt auch für einen Power Nap während einer Ladepause) – dank dem großen Glasdach sogar mit Blick auf die Sterne.

Von denen am Himmel, zu denen auf der Brust: Eine Sache, die sie beim SK Rapid angehen will, sei konstant titelfähig zu sein und Erfolg wiederholbar zu machen, so Daniela Bauer. „Wir müssen die wirtschaftliche Basis so legen und ausarbeiten, dass wir vorne mitspielen. Das heißt auch in der Akademie gute Arbeit zu machen, um Top-Spieler auszubilden“, erläutert die 40-Jährige. „Wir können uns außerdem international das ein oder andere abschauen, zum Beispiel in England oder Deutschland. Vor allem wenn es darum geht, wie wir Content kreieren, als Verein und als Marke auftreten.“ Sie ist selbst viel in der Welt rumgekommen, unter anderem während ihrer Profisportkarriere als Freestylerin in der Halfpipe (genau, die Skifahrer*innen mit den waghalsigen Sprüngen). „Ich profitiere heute noch von dem Netzwerk, das ich mir zum Beispiel über die Wettbewerbe aufgebaut habe. Außerdem hilft mir die Resilienz in meinem Tagesgeschäft: Als Sportler*in gibt es kein Aufgeben. Es gibt schlechte Tage, an denen musst du selbst Motivation und Disziplin aufbringen, ansonsten steckst du in einem Kreislauf, aus dem du nicht mehr rauskommst. Das habe ich mir auch fürs Business beibehalten“, sagt sie. 

Als erste Geschäftsführerin im österreichischen Fußball liegt ihr natürlich auch der Stellenwert des Frauen-Teams vom SK Rapid am Herzen. „Egal ob wir in diesem Jahr aus der zweiten Liga aufsteigen oder nicht – wir planen, dass ihr letztes Heimspiel im Allianz-Stadion stattfindet. Und wir arbeiten gerade an einem tollen Format, das ein First im österreichischen Frauenfußball sein wird“, erzählt sie. Wenn diese Frau irgendwo anpackt, dann eben so richtig.  


Freche Schnauze: Die LED-Lichtleiste macht nicht nur echt was her – in den Scheinwerfer ist auch ein automatischer Fernlichtassisent integriert

Andreas Jakwerth
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