Elisabeth Christen wird stellvertretende WIFO-Direktorin
Elisabeth Christen kennt das WIFO seit mehr als einem Jahrzehnt aus ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Seit 2013 ist sie Teil der Forschungsgruppe „Industrie-, Innovations- und internationale Ökonomie“ und war zuletzt als Senior Economist tätig.
Nun übernimmt die 41-jährige Ökonomin eine zusätzliche Verantwortung im Direktorium. Als stellvertretende Direktorin für Forschung koordiniert sie künftig die wissenschaftlichen Aktivitäten des Instituts und bringt dabei ihre langjährige Expertise in der internationalen Ökonomie ein.
Forschung zu Handel und Geoökonomie
Christens wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf internationalen Handelsfragen und Handelspolitik. In ihren jüngsten Arbeiten beschäftigte sie sich unter anderem mit den Auswirkungen geoökonomischer Entwicklungen auf den Außenhandel, neuen handelspolitischen Instrumenten der EU sowie wirtschaftlichen Abhängigkeiten und Strategien zur Stärkung der Resilienz.
Ihre akademische Laufbahn führte sie zunächst an die Universität Linz und die Universität Innsbruck. 2008 schloss sie ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Linz ab, 2013 folgte ein gemeinsamer PhD der beiden Universitäten mit Schwerpunkt Internationale Wirtschaft.Neben ihrer Forschung ist Christen an nationalen und internationalen Projekten beteiligt und lehrt angewandte Internationale Wirtschaft an österreichischen Universitäten. Sie ist zudem Mitglied der Wissenschaftskommission des Bundesministeriums für Landesverteidigung sowie des Beirats für Außenhandelsstatistik von Statistik Austria.
Neue Zusammensetzung im WIFO-Direktorium
Christen folgt auf Michael Peneder, der die Funktion nach vier Jahren turnusmäßig übergibt und sich künftig wieder stärker seiner wissenschaftlichen Arbeit widmet. Mit dem Wechsel ist das vierköpfige Führungsgremium des WIFO erstmals paritätisch mit zwei Frauen und zwei Männern besetzt.
Gemeinsam mit WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr sowie Alexander Loidl, der für den kaufmännischen Bereich zuständig ist, und Christine Mayrhuber, die die Außenbeziehungen verantwortet, bildet Christen nun das Direktorium des Instituts. Felbermayr hebt insbesondere Christens langjährige Forschungserfahrung und ihre Expertise hervor. Mit ihrem Aufstieg übernimmt damit eine ausgewiesene Wissenschaftlerin aus den eigenen Reihen eine zentrale Rolle in der Forschungsleitung des WIFO.