CyanoCare entwickelt natürliche Biopolymere aus Blaualgen als nachhaltige Alternative zu synthetischen Polymeren in Kosmetik- und Hautpflegeprodukten. Warum sind solche Alternativen wichtig?

Die meisten Polymere, die in Kosmetik und Hautpflege als Inhaltsstoffe verwendet werden, sind synthetische, erdöl-basierte Materialien, die Schadstoffe für den Menschen enthalten können. Sie können Allergien, Akne oder Hautreizungen verursachen und bei längerer Anwendungen sogar zu Krebs führen. Gleichzeitig bleiben diese Stoffe für lange Zeit in der Umwelt bestehen bleiben. Im Gegensatz dazu sind natürliche Inhaltsstoffe aus Mikroalgen biologisch abbaubar und bieten somit eine sicherere und nachhaltige Alternative. Sie erfüllen den steigenden Anspruch der KonsumentInnen nach ökologisch, sozial und wirtschaftlich verantwortungsvollen Kosmetikprodukten.

Wie ist die Idee für das Projekt entstanden?

Die Geschichte von CyanoCare begann in Portugal mit meiner Doktorarbeit, die von extrazellulären Kohlenhydratpolymeren von Mikroalgen und deren Potenzial für vielfältige biomedizinische und biotechnologische Anwendungen ging. Vor vier Jahren wurde Österreich, und speziell die acib GmbH, für mich der richtige Ort, um voranzukommen, als ich weitere überzeugte Mitstreiter zur Entwicklung des Potenzials von Mikroalgen fand: den Wissenschaftler Michael Egermeier und den Investor Giovanni Amenta.

Sie haben bereits in anderen Ländern Erfahrungen mit dem Gründen von Startups gesammelt. Wie einfach oder schwierig war es im Vergleich dazu, jetzt in Österreich ein Unternehmen auf die Beine zu stellen?

Österreich bietet ein sehr starkes Startup-Ökosystem mit mehreren Institutionen, die sehr persönliche, zeitnahe Unterstützung zur Verfügung stellen und ganzjährig einen umfangreichen Veranstaltungskalender im ganzen Land anbieten. Obwohl es immer noch recht bürokratisch und besonders herausfordernd für Nicht-Deutschsprachige ist, überwiegen die Vorteile – von der Qualität des Ökosystems bis zur zentralen Lage Österreichs in Europa – die verbliebenen Hürden im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern.

CyanoCare wurde in das aws Förderprogramm aufgenommen. Welche Kriterien mussten dafür erfüllt werden?

Wir erhielten eine aws PreSeed – Deep Tech-Förderung, da wir zeigen konnten, dass CyanoCare eine einzigartige, patent-geschützten Technologie besitzt und damit einen klar definierten Zielmarkt adressiert. Außerdem verfügt unser Team über den notwendigen wissenschaftlichen und unternehmerischen Hintergrund, um das Projekt erfolgreich umzusetzen.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft? Wo sehen Sie CyanoCare in fünf oder zehn Jahren?

In den nächsten Monaten werden wir eine stabile Pilotproduktion unseres Flaggschiff-Mikroalgen-Polymers – Cyanoflan – etablieren und die notwendigen regulatorischen Schritte abschließen, um dessen Kommerzialisierung zu starten. Mit Blick auf die Zukunft sehen wir eine weitere Skalierung der Produktionskapazitäten und die Expansion in neue, auf Mikroalgen basierende Produkte und Anwendungen für die Lebensmittel-, Futtermittel- und Gesundheitssektoren vor – darunter Phycocyanin, ein natürliches blaues Antioxidanspigment, das aus der Restbiomasse nach der Polymerproduktion gewonnen werden kann.

CyanoCare
Innovatorinnen Advertorial Startups