Vorigen Montag wurde der Blue Monday begangen. Statistisch gesehen ist es jener Tag im Jahr, an dem die meisten Menschen schlecht gelaunt bis depressiv verstimmt sind. Ursachen sind der finanzielle Kater nach der sogenannten „Holiday Season“, die bereits geplatzten Neujahrsvorsätze und das sonnenarme Wetter.
Heute sind wir einen Schritt weiter. Die Tage werden noch nicht merkbar, aber doch länger. Man kann sich für die Faschingsparty oder einen Ball bunt verkleiden und mit Monatsende naht bei vielen der ersehnte Gehaltsscheck.
Für viele Kinder und Jugendliche heißt es aber auch Zeugnistag. Meine Tochter blickt ihm mit nervöser Aufgeregtheit entgegen. Was, wenn es ein Tag der Enttäuschung wird? Das „Nicht gut genug sein“-Gefühl kann genau an diesen Tagen eingepflanzt und nur mit viel Mühe wieder ausgerissen werden.
Man soll sein Glück nicht von der Anerkennung anderer abhängig machen. Das sage ich ihr und weiß doch, dass ich mich auch über gute Noten freuen würde. Mein ewiger guter Vorsatz, die Dinge in der richtigen Relation zu sehen und mehr Achtsamkeit zu üben bleibt auch in diesem Jahr erhalten.
Was wirklich zählt, erfahre ich auch heuer bei Durchblick der vielen tollen Einreichungen für den Minerva Award. Ja, es ist bald wieder soweit und sheconomy wird bei einer glanzvollen Gala inspirierende Frauen auf die Bühne holen und für ihre Leistungen auszeichnen. Ich bin stolz und dankbar, Teil der Jury zu sein und zu erleben, wie jedes Jahr die Flut der Einreichungen und die Welle der Begeisterung größer wird.
Anders als bei einem Zeugnistag vergeben wir keine Noten, sondern verbeugen uns vor jedem Engagement, das unsere Welt zu einer chancenreicheren und chancengleicheren macht. Take your Chance!