Mit Barbara Karl ernennt Bundesministerin Klaudia Tanner eine international versierte Museumsfachfrau zur Sammlungsleiterin des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM). Karl gilt als renommierte Expertin im Bereich Sammlungswesen und Kunstgeschichte sowie als gefragte Kuratorin mit internationaler Erfahrung.
Ein wichtiger Schritt
„Mit Barbara Karl als versierter Expertin und nun als ernannte Sammlungsleiterin ist ein weiterer wichtiger Baustein auf dem erfolgreichen Weg, das Heeresgeschichtliche Museum zu einem Museumsort mit internationaler Relevanz und Vernetzung zu machen. Ich wünsche Frau Karl viel Erfolg in ihrer neuen Aufgabe“, betonte Bundesministerin Klaudia Tanner.
Auch HGM-Direktor Georg Hoffmann äußerte sich erfreut über die Ernennung: „Barbara Karl ist eine international erfahrene Wissenschaftlerin mit tiefgehendem Verständnis für Museen und Ausstellungen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und die neuen Impulse, die sie in das Haus und seine Weiterentwicklung einbringen wird.“
Barbara Karl selbst blickt mit Begeisterung auf ihre neue Aufgabe: „Als ältestes der großen Wiener Museen blickt das Heeresgeschichtliche Museum auf eine bedeutende Geschichte zurück, die sich in der vielseitigen Sammlung widerspiegelt. Als leidenschaftliche Kuratorin und Sammlungsleiterin freue ich mich darauf, gemeinsam mit dem Team des HGM neue Perspektiven auf die Bestände zu werfen, Ausstellungen zu planen, die Sammlungen weiterzuentwickeln sowie interne und externe Kooperationen zu fördern. Insbesondere aber möchte ich das Publikum inspirieren und mit Wissen bereichern.“
Wissenschaftliche Expertise und internationale Erfahrung
Die habilitierte Kunsthistorikerin mit steirischen Wurzeln ist derzeit wissenschaftliche Leiterin und stellvertretende Geschäftsführerin des Ballenberg Freilichtmuseums in der Schweiz.
Barbara Karl studierte Kunstgeschichte in Wien und Innsbruck und absolvierte Forschungsaufenthalte am Warburg Institute in London sowie am Bard Graduate Center in New York. Sie war zudem an der Scuola Normale Superiore in Pisa und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien tätig, wo sie sich mit Objekten der islamischen Welt in Wiener Museumssammlungen beschäftigte.
Als Kustodin für Textilien und Teppiche am Wiener MAK – Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst – verantwortete Karl die Sammlung und Forschungsprogramme dieses Bereichs. Ab 2017 leitete sie als Direktorin das Textilmuseum St. Gallen, habilitierte an der Universität Innsbruck und übernahm 2022 die wissenschaftliche Leitung des Ballenberg Freilichtmuseums.