Während viele Konferenzen an der Oberfläche glitzern, setzt die FUTURE MEANS CHANCES Konferenz im Alpin Resort Sacher Seefeld-Tirol dort an, wo es wehtut und wo echter Fortschritt entsteht: im Kern wirtschaftlicher und systemischer Veränderungen. sheconomy war – bereits zum zweiten Mal Medienpartner.
Die Agenda: Transitions, Political & Financial Challenges, Power & Progress sowie Innovation & Future Skills. Das Credo für 2026? Raus aus der Komfortzone und rein ins Chaos. Denn genau dort liegen die Chancen von morgen.
Im Zeichen der Transformation
Der erste Konferenztag stand ganz im Zeichen der Transformation – und machte früh klar, dass Veränderung selten laut beginnt. Nicht mit einem großen Knall, sondern mit einem inneren Weckruf. Genau dort, wo Routinen enden und Unsicherheit beginnt, öffnen sich reale Chancen. Nicht als motivierende Floskel, sondern als konkreter, oft unbequemer Transformationsschritt.
Besonders prägend war der Blick auf die „Tangenten“ von Veränderung: Wer Bewegung erzeugt, setzt nicht nur Emotionen frei, sondern auch Prozesse, Interessen, Verantwortlichkeiten und nicht selten rechtliche Kettenreaktionen. Transformation wurde damit nicht als individuelle Leistung diskutiert, sondern als systemisches Zusammenspiel aus Psychologie, Organisation und rechtlichen Rahmenbedingungen. Die zentrale Erkenntnis: Wer erst reagiert, wenn es kracht, zahlt – mit Zeit, Energie oder Reputation.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Finanzströmen und Macht. Geld wurde nicht als Nebenthema verhandelt, sondern als zentraler Punkt. Die Diskussionen waren pointiert, humorvoll und zugleich entwaffnend ehrlich. Gerade deshalb, weil sie persönliche Betroffenheit sichtbar machten.
Auch Resilienz wurde neu gerahmt: nicht als dekoratives Schlagwort fürs Employer Branding, sondern als betriebliches Betriebssystem. Persönlich bedeutet das, sich selbst stabil führen zu können. Unternehmerisch heißt es, Strukturen zu schaffen, die Druck aushalten, ohne Menschen zu verbrauchen. Realitätssinn und Menschlichkeit standen dabei nicht im Widerspruch, denn sie bedingen einander.
Zum Abschluss rückte die Health-Branche in den Fokus. Der Gender-Gap wird dort zunehmend als Markt verstanden: Nicht nur aus moralischer Perspektive, sondern als Reaktion auf einen lange ignorierten Bedarf. Der Wandel kommt: spät, aber langsam endlich spürbar.
Take away: Chancen entstehen nicht durch Mut allein, sondern durch Mut plus Systemblick. Und wenn komplexes Wissen mit Humor vermittelt wird, bleibt es nicht abstrakt, sondern wirkt im Verhalten.
(c) David Johansson
Verantwortung, Struktur und die Illusion des Alleingangs
Der zweite Konferenztag setzte dort an, wo viele Zukunftsdebatten scheitern: nicht an Visionen, sondern an Verantwortung, Struktur und der Vorstellung, Wandel müsse allein bewältigt werden.
Der Einstieg war enegetisierend: Ankommen, fokussieren, und Präsenz statt Dauerfeuer. Responsible AI wurde klar als Führungsaufgabe verortet. Künstliche Intelligenz ist keine Tool-Frage mehr, sondern eine Frage der Haltung: Wer definiert Leitplanken? Wer übernimmt Verantwortung, wenn Entscheidungen automatisiert vorbereitet werden? Wie wirken Gender-Bias und Governance-Lücken? Und wer sagt bewusst: „Noch nicht“, wenn Strukturen fehlenß
Auch Innovation wurde entmystifiziert. Kein Feuerwerk, sondern ein Betriebssystem. Ideen gibt es nämlich genug. Was fehlt, ist Umsetzungsfähigkeit: klare Prioritäten, echte Entscheidungswege, weniger Perfektionsdrama. „Think far. Act now.“ hieß hier nicht Pilotprojekt, sondern Prozess.
Ein zentrales Stichwort des Tages war die Wirksamkeit. Denn Menschen bleiben nicht wegen Obstkorb und Purpose-Slogans. Sie bleiben, wenn Kompetenz, Spielraum und Richtung zusammenkommen. Führung bedeutet heute, Handlungsspielräume real zu öffnen – in Budgets, Terminen und Entscheidungen.
Besonders prägend war auch der Perspektivwechsel in Richtung Stabilität. Sie wurde nicht als Gegenpol zum Fortschritt verstanden, sondern als dessen Voraussetzung. Fortschritt ohne stabile Strukturen ist Risiko, kein Erfolg. Resiliente Systeme entstehen durch Klarheit, Rollenverständnis und Vertrauen.
Das Rahmenprogramm
Neben einem Abend in Tracht und einem in „Glamour“ setzte die Konferenz auch kulinarisch Maßstäbe: Nicht nur beim Essen selbst, sondern auch in Sachen Marktfähigkeit und Gesundheit. Martina Hohenlohe demonstrierte im Alpin Resort Sacher, wie Low Carb mit Haltung funktioniert. Von kreativen Getränkeinnovationen wie dem Limetten-Ingwer-Lassi bis hin zu massentauglichen Rezepten wurde klar, dass Gesundheit ein Differenzierungsprofil für moderne Führungskräfte ist. Die Unterstützung der Sacher-Küchenchefs sorgte für den technischen Feinschliff.
Philipp Maderthaner und Alexander Zauner gestalteten einen Workshop zu „Excellence is a State of Mind“ – ein Deep Dive in die kollektiven Qualitäten herausragender Unternehmen und wie wir sie in unsere Teams bringen.
Die gemeinsame Baseline beider Tage? You never walk alone. Nicht als Feelgood-Botschaft, sondern als ökonomische Realität.
(c) David Johansson

