Sie sind seit September Geschäftsführerin des größten Drogeriefachhändlers Österreichs. Welcher Karriereweg hat Sie in diese Position geführt?

BIPA begleitet mich schon mein ganzes Leben – man könnte sagen, es ist Teil meiner DNA. Meine Mutter war Mitarbeiterin bei BIPA, ich habe unzählige Nachmittage in der Filiale verbracht. Nach dem Studium bin ich bei BIPA eingestiegen. 2016 übernahm ich die Einkaufsleitung und habe BIPA-Marken mit aufgebaut, die heute zu unseren Kund*innenlieblingen zählen. In den letzten fünf Jahren habe ich innerhalb des REWE-Konzerns die Leitung Vertrieb Innen bei BILLA übernommen, und seit September bin ich nun zurück bei meiner Herzensmarke. Das freut und ehrt mich enorm, denn ich darf nun aktiv die Weiterentwicklung des Unternehmens gestalten.

Vor welchen Herausforderungen steht man heute als weibliche Führungskraft? Gibt es immer noch Hürden?

Die Hürden sind definitiv noch da,
auch wenn sich viel getan hat. Die größte Herausforderung sehe ich in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Viele Frauen müssen sich immer noch entscheiden oder kämpfen täglich mit der Doppelbelastung. 

Welche Möglichkeiten müssen Arbeitgeber bieten, damit Frauen in leitenden Positionen Beruf und Familie unter einen Hut bekommen?

Flexibilität ist das A und O – und zwar echte Flexibilität, nicht nur auf dem Papier. Bei BIPA achten wir auf flexible Arbeitszeitmodelle. Frauen brauchen die Möglichkeit, Führungsrollen in Teilzeit oder in Jobsharing-Modellen auszuüben, ohne dass ihre Karriere darunter leidet. Ein Schlüsselmodell
ist für uns die geteilte Führungsver-
antwortung – etwas, das 2026 selbstverständlich sein sollte, es aber leider
noch nicht ist. 

Mit der Initiative „Ehrlich gesagt“ gehen Sie bei BIPA einen besonderen Weg. Was steckt dahinter?

„Ehrlich gesagt“ ist für mich eine absolute Herzensangelegenheit. Wir wollen schambehaftete Themen enttabuisieren, die vermeintlich nur Frauen betreffen – von Menstruation über Schwangerschaft bis zur Doppelbelastung. Unser Ziel ist eine offene, angstfreie Debatte ohne erhobenen Zeigefinger. Als Frau in einer Führungsposition will ich Frauenanliegen stärker in den Fokus rücken. Bei einem Unternehmen wie BIPA, in dem 98 Prozent Frauen arbeiten, ist das nur konsequent.

BIPA setzt auch stark auf Nachhaltigkeit. Was ist hier 2026 geplant?

Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern gelebte Verantwortung. Ein wichtiger Hebel sind unsere BIPA-Ei-
genmarken, allen voran bi good. Über 80 Prozent produzieren wir direkt in
Österreich. Das bedeutet kurze Transportwege, Unterstützung der heimischen Wirtschaft und beste Qualität. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Verpackungen zu reduzieren und nachhaltiger zu gestalten. Für 2026 werden wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiter ausbauen, sowohl im Sortiment als auch in unseren operativen Prozessen.   

Karl Schrotter, Christian Dusek
Erfolg Success Karriere Advertorial