Die moderne Arbeitswelt verlangt Beschäftigten immer mehr ab: Termindruck, permanente Erreichbarkeit und zahlreiche parallele Aufgaben gehören für viele zum Alltag. Dabei gerät die mentale Gesundheit schnell ins Hintertreffen. Die stellvertretende Personalleiterin der Hypo Vorarlberg zeigt, wie sich mentale Fitness im Berufsleben stärken lässt und welchen Beitrag Unternehmen dazu leisten können.

Mentale Fitness ist das Thema der Stunde. Woran liegt das?

Weil wir deutlich spüren, wie sehr sich die Anforderungen verändert haben. Digitalisierung, hohe Dynamik und permanente Erreichbarkeit verlangen uns viel ab. Mentale Fitness bedeutet für mich, mit diesen Herausforderungen gesund umzugehen – also leistungsfähig zu bleiben und gleichzeitig auf sich selbst zu achten. Es geht um resilientes Verhalten, sich selbst wahrzunehmen und wenn der Druck steigt, rechtzeitig gegenzusteuern.

Ist mentale Fitness nicht in erster Linie Privatsache – oder welchen Platz hat das Thema
im Unternehmen?

Nein, ganz und gar nicht. Unternehmenskultur, Führung und Strukturen beeinflussen stark, wie belastend oder stärkend wir unseren Alltag erleben. Deshalb setzen wir in der Hypo Vorarlberg mit unserem Gesundheitsausschuss mit dem Motto #gesundmiteinanderarbeiten bewusst auf konkrete Unterstützungsangebote. Unseren Mitarbeiter:innen stehen ein Arbeitspsychologe und eine Betriebsärztin als vertrauliche Ansprechpersonen zur Verfügung. Ergänzend bieten wir Vorträge und Impulse rund um mentale und körperliche Fitness, Stressmanagement sowie Self- und Staff-Care an. Unser Engagement als Arbeitgeber basiert aber natürlich auch auf fairen Rahmenbedingungen: Flexible Arbeitszeitmodelle, Verständnis für unterschiedliche Lebensphasen und echte Chancengleichheit entlasten spürbar.

Spielen Führungskräfte in dem Ganzen eine Schlüsselrolle?

Absolut. Sie prägen das Klima im Team. Wer wertschätzend führt, transparent kommuniziert und Vertrauen schenkt, schafft psychologische Sicherheit. Wir unterstützen unsere Führungskräfte dabei, Warnsignale früh zu erkennen und die Widerstandsfähigkeit zu stärken. Es geht darum, Menschen in ihren jeweiligen Lebensphasen ganzheitlich wahrzunehmen – mit ihren Ressourcen, Grenzen und Bedürfnissen.

Und ihr persönlicher Zugang?

Mentale Stärke bedeutet für mich, gut mit mir selbst in Verbindung zu bleiben. Kleine Routinen,
bewusste Pausen, die Konzentration auf Dinge, für die ich dankbar bin, und auch Mut, Unperfektes zuzulassen, machen einen großen Unterschied. Und manchmal ist es wichtig, professionelle Unterstützung anzunehmen. Genau dafür möchten wir in der Hypo Vorarlberg bewusst Strukturen schaffen. Wenn Unternehmen und Mitarbeiter:innen diesen Weg gemeinsam gehen, entsteht eine Arbeitskultur, in der Leistung und Wohlbefinden kein Gegensatz sind, sondern sich gegenseitig beflügeln.

Zitat: Unser Anspruch als engagierter Arbeitgeber ist ein Arbeitsumfeld, in dem Sicherheit, Offenheit,
gegenseitige Unterstützung und faire Bedingungen über alle Lebensphasen hinweg selbstverständlich sind.

www.hypovbg.at

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