Nachfolge im Vorstand: EnBW holt Stadtwerke-Vorständin Charlotte Beissel
Der Aufsichtsrat der EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat die Weichen für die personelle Zukunft gestellt: Charlotte Beissel wird mit Wirkung zum 1. Juli 2026 in den Vorstand berufen. Nach einer zweimonatigen Einarbeitungsphase übernimmt sie zum 1. September 2026 das Ressort von Colette Rückert-Hennen und wird zeitgleich zur neuen Arbeitsdirektorin bestellt. In ihren künftigen Verantwortungsbereich fallen die zentralen Felder Personal, Recht & Compliance sowie Corporate Real Estate.
Einvernehmlicher Wechsel und strategische Kontinuität
Der Wechsel erfolgt im Zuge einer frühzeitigen Nachfolgeregelung, da Colette Rückert-Hennen zum 31. August 2026 vorzeitig aus dem Gremium ausscheidet, um in den Ruhestand zu treten. Dennoch bleibt die Expertise der scheidenden Vorständin dem Konzern erhalten: Rückert-Hennen wird den Aufsichtsrat künftig bei Sonderprojekten beratend unterstützen und ihre bestehenden Aufsichtsratsmandate weiterführen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Lutz Feldmann würdigte die bisherige Arbeit von Rückert-Hennen, die insbesondere durch das Programm „Best Work“ die Verzahnung von HR-Strategie und Unternehmenswandel maßgeblich vorangetrieben habe: „Sie hat die Personalarbeit der EnBW in einer Phase tiefgreifender Transformation konsequent weiterentwickelt“, so Feldmann.
Expertise in Transformation und Digitalisierung
Mit Dr. Charlotte Beissel gewinnt der Karlsruher Energiekonzern eine Führungspersönlichkeit, die sich in einem bundesweiten Auswahlprozess durchgesetzt hat. Seit 2021 agiert die promovierte Juristin als Personalvorständin und Arbeitsdirektorin bei den Stadtwerken Düsseldorf AG. Dort verantwortet sie neben dem Personalwesen und der IT auch Bereiche wie Vertrieb und Energiedienstleistungen. Zuvor war sie in leitenden Funktionen für die Landeshauptstadt Düsseldorf tätig.
Lutz Feldmann betonte die Bedeutung dieser Personalie für die Zukunftsausrichtung in einer Aussendung so: „Mit ihrer ausgeprägten Expertise in den Themen Personal, Organisationsentwicklung und Digitalisierung wird sie wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Unternehmens setzen und die EnBW nachhaltig stärken.“ Auch die Arbeitnehmervertreter signalisieren Zustimmung. Joachim Rudolf, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, verwies auf Beissels „umfassende Erfahrung im Zusammenspiel mit den Arbeitnehmervertretungen“ und die Aussicht auf eine Zusammenarbeit zum Wohl der Belegschaft.
Fokus auf die Zukunftsfähigkeit
Für Beissel selbst steht der eingeschlagene Weg der EnBW im Mittelpunkt. „Ich danke dem Aufsichtsrat und der Arbeitnehmervertretung für das Vertrauen und freue mich sehr darauf, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen die konsequente Transformation der EnBW weiter voranzutreiben und mit HR einen relevanten Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Konzerns zu leisten“, erklärte die künftige Vorständin.