Daimler Truck: Yvonne Bettkober übernimmt Personalressort von Jürgen Hartwig
Beim Lkw-Riesen kommt es zu einem Stabwechsel. Der Aufsichtsrat der Daimler Truck Holding AG hat eine zentrale Weichenstellung für die künftige Ausrichtung des Konzerns getroffen. Yvonne Bettkober wird mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 neues Mitglied des Vorstands und übernimmt die gruppenweite Verantwortung für das Ressort Personal sowie die Funktion der Arbeitsdirektorin. Ihre Bestellung läuft zunächst bis zum 30. September 2029. Bettkober wechselt von der Audi AG nach Leinfelden-Echterdingen, wo sie zuletzt als Chief Transformation Officer tätig war.
Fokus auf Transformation und Geschwindigkeit
In Yvonne Bettkober gewinnt Daimler Truck eine Managerin mit weitreichender Erfahrung in der Tech- und Automobilbranche. Vor ihrer Zeit bei Audi und im Volkswagen-Konzern (CARIAD) bekleidete sie Führungspositionen bei Microsoft und Amazon Web Services. Joe Kaeser verwies insbesondere auf ihre Expertise in der Prozessoptimierung und der schnellen Umgestaltung von Organisationen.
Karin Rådström sieht in der Neubesetzung einen strategischen Vorteil: „Da unsere Strategie feststeht und unsere einfachere, schnellere und stärkere Kultur Fuß fasst, werden ihre internationale Erfahrung, strategische Klarheit und Umsetzungsstärke entscheidend sein.“ Bettkober selbst sieht ihre Aufgabe vor allem darin, die Anpassungsfähigkeit des Konzerns zu stärken. „In einem zunehmend volatilen und komplexen globalen Umfeld erfordern ehrgeizige Ziele eine Organisation, die Innovation, Geschwindigkeit, Performance-Orientierung und konsequente Umsetzung vereint“, so die designierte Vorständin.
Auch vonseiten der Arbeitnehmervertreter erfährt die Personalie Unterstützung. Michael Brecht, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, lobte die bisherige „konstruktive, faire und vertrauenswürdige Zusammenarbeit“ mit Jürgen Hartwig, blickt aber gleichermaßen optimistisch auf die Nachfolge. Bettkobers teamorientierte Denkweise und ihr Bekenntnis zur Kooperation mit den Arbeitnehmervertretern hätten bereits im ersten Gespräch überzeugt.