Holz statt Ziegeln und Metall – genau so kann nachhaltiges Bauen gelingen. Nachhaltigkeit im Bauwesen ist längst keine Frage des guten Willens mehr, sondern fast schon ein Muss. Denn der CO2-Fußabdruck der Bauindustrie steigt stetig und verursacht mittlerweile ein Drittel der globalen Emissionen, das zeigt eine Studie der Peking University.

In Salzburg-Liefering entsteht aktuell ein Bauvorhaben, das dem entgegenwirken soll: das Südtiroler Quartier des Immobilienkonzerns BUWOG. Realisiert wird es gemeinsam den Bauunternehmen GROPYUS und Rhomberg Bau, die beide auf nachhaltigen Holzbau spezialisiert sind. Geplant sind 400 Wohnungen und 10 Gewerbeeinheiten. Ein Drittel der Wohnungen wird gefördert und viele bestehende Mieter*innen können mit nur einem Umzug in neue Wohnungen wechseln.

Weibliches Projektteam

Die Idee und Architektur des Projekts stammt von Ursula Schneider und ihrem Team, das bei einem europaweitem Wettbewerb überzeugt hat. Ihr Entwurf kombiniert Energieeffizienz, soziale Durchmischung und Barrierefreiheit. Mit Mobilitätspunkten und öffentlicher Tiefgarage soll der Stadteilzugleich umweltfreundlicher und lebendiger werden.

Doch nicht nur Rohstoffe sind entscheidend, sondern auch: Wer plant, entscheidet und gestaltet Bauprojekte? Studien zeigen, dass divers zusammengesetzte Teams, insbesondere weiblich geprägte Führungsteams nachhaltigere, sozialere und langfristig tragfähige Entscheidungen treffen. Deshalb setzt das Projekt der BUWOG auf ein weibliches Projektteam – Projektleitung, Baumanagement und Architektur sind federführend von Frauen besetzt.

Das ist im Bauwesen alles andere als verständlich. Die Branche ist nach wie vor stark männlich dominiert. Umso relevanter sind Projekte, die ökologische Innovation, soziale Verantwortung und weibliche Führung verbinden. Das Südtiroler Quartier zeigt, wie nachhaltigeres Bauen gelingen kann und Frauen in traditionell männlich dominierten Branchen neue Maßstäbe setzen.

BUWOG / infinityeleven
Nachhaltigkeit Uncategorized